21.200 Meter sagt Ravelry. Lieblingsstatistik!
Auf zwei Statistiken freue ich mich am Ende eines Jahres tatsächlich immer: Sport und Stricken. Wobei die Motivation unterschiedlicher nicht sein könnte.
Kurse, die Bauch Express heißen, sind genauso schlimm, wie sie sich anhören. Zum Glück muß ich mich vorher über eine App einbuchen, die mir anzeigt, wer außer mir auch bereit ist, sich zu schinden … Dafür – und für das Hochgefühl im Anschluß – bin ich ein Jahr lang dabei geblieben. Bauch-Express und Langhantel-Training, wobei mir letzteres tatsächlich richtig Spaß macht. Zu sehen, wie oft ich dort war, wie viele Kurse ich belegt habe, macht mich stolz. Gleichzeitig denke ich, da wäre mehr drin gewesen. Noch mehr! Und damit ein Vorsatz für 2026.
Und dann sind da 21.200 verstrickte Wollmeter. Dass es so viele sein würden, hat mich überrascht. Wobei es eigentlich keine Überraschung ist: 8 Pullover, 60 Projekte insgesamt – dass da der eine oder andere Meter bei rum kommen würde, war klar.
Winziger Wermutstropfen: Mehr Anleitungen wollte ich schreiben. Umgesetzt habe ich es dann doch nicht. Bis auf eine, die längst fertig sein sollte, es aber noch nicht ist: Ein kleiner Schal, griffiger und dichter als ein Sophie-Schal.
Das schöne Wort „squishy“ – da ist es wieder.
Nachdem ich die erste Variante seit Wochen trage und nicht mehr missen möchte, habe ich mich vergangene Woche (endlich!) drangesetzt, alles aufgeschrieben und nochmal nachgestrickt. Bisher passt alles und das sieht eine erste Teststrickerin (danke 💛) hoffentlich genauso.
Der Mann hat sich schon angemeldet. Er möchte diesen zweiten kleinen Schal haben. Rippenmuster in dunkelgrau ist genau sein Ding.
Ich freue ich mich darauf, irgendwann sehen zu können, was andere aus meiner Anleitung machen. Vielleicht ändern sie die Reihenzahl zwischen den Zu- oder Abnahmen, vielleicht verzichten sie auf die Spitze in der Mitte. Wer weiß das schon. Hauptsache ändern, modifizieren. Machen wir das nicht alle mit fast jeder Anleitung?
Ich nehme mich da nicht aus.
Zu Weihnachten habe ich zwei Sophie-Schals verschenkt, beide in Anleitungsvarianten: meine achte Sophie, geringelt, mit angestricktem iCord. Sie ist bei meiner Patentochter unfassbar gut angekommen.
Vorder- und Rückseite sind nicht gleich (wie auch?), außerdem sieht man auf der Rückseite den blauen und weißen mitgeführten Faden. Stört aber nicht. Weder sie, noch mich. Alle Enden (jeweils zwei weiße, blaue und rote) sind im iCord versteckt.
Die andere Sophie ist ein ganz kleiner, ganz weicher Reste-Schal. Reste-Schal ist kein schönes Wort, auch wenn es Reste waren: Mohair, Seide, Kaschmir, Schmusewolle. 144 der 21.200 verstrickten Meter sind darin in unterschiedlich breiten Streifen verarbeitet. In Konsequenz hatte jede Farbe zwei Fäden, die vernäht werden wollten. Wer das nicht mag, strickt besser einfarbig.
Auch diese Sophie hat Freude ausgelöst. Wie auch nicht – so weich, wie sie ist und bei den Temperaturen da draußen …
Nun also Jahresende. Rauhnächte. Aus der Zeit gefallene Tage. Und dann alles neu. Oder anders. Oder auch nicht.
Verlinkt zum Samstagsplausch verbunden mit allen guten Wünschen an die, die dort mitlesen

Und sofort musste ich nachschauen, wie viele Meter bei mir durch die Finger geschnurrt sind. 20,478 Meter in 27 Projekte. Ich finde es ordentlich. Und wahrscheinlich fehlen dabei noch so die eine oder andere Socke oder Stulpe … Ich sollte besser dokumentieren. Dein Schal ist hübsch, der selbstentworfene und du solltest definitiv mehr Anleitungen schreiben. Die Sophies haben Menschen glücklich gemacht und sie sehen auch super aus.
Ich freue mich auf ein weiteres Jahr Stricken mit dir
Andrea
Darauf freue ich mich auch!
🤗
Carina.