3 Minuten: GumGum Socken

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen, was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …). Deshalb habe ich irgendwann entschieden, all diese Dinge in einer eigenen Rubrik zu sammeln: drei Minuten, um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken ein bißchen einfacher zu machen.

Jetzt also GumGum Socken!

GumGum-Socken oder Helix-Socken – die Idee dahinter ist die Gleiche: endlose Ringel und total einfach.

Namensgeberin der GumGum-Socken ist (nach allem, was ich finde) Sabina Koschlig, die sie 2008 in ihrem Blog gezeigt hat. Die Farben dieses ersten Paares erinnerten sie an Kaugummi, englisch: Chewing Gum. Also nannte sie ihre Ringelsocken so: GumGum. Und das blieb hängen. Aber Erfinderin dieser Socken war sie nicht.

Denn im englischsprachigen Raum gibt es sie als Helix Socks oder Helical Socks schon deutlich länger als bei uns.

Wer immer die unendlichen Ringel nun erfunden hat und wie immer man sie nennt, ob Helix oder GumGum, eines ist ihnen gemeinsam: Der Übergang von einer Farbe zur nächsten ist unsichtbar, es gibt keine Naht. Nur Ringel, die sich ohne Unterbrechung in Spiralen um Bein und Fuß drehen.

Ringel sind übrigens total angesagt gerade.

Nach jeder Runde wird die Farbe gewechselt und so lange sich die Fäden am Rundenbeginn bzw. -ende nicht überkreuzen (also auf gar keinen Fall!), entsteht auf der rechten Seite kein Übergang, sondern der Ringel läuft weiter.

Bei meinen Socken habe ich zuletzt eine graue Runde gestrickt. Der graue Faden liegt deshalb „oben“ – sieht man im Bild. Jetzt kommt als nächstes der pinke Faden aus der Runde darunter. Und er bleibt unterhalb des Grauen, bis er dann am Ende der Runde der obere Faden ist. Ist das verständlich erklärt?

Manchen fällt das Stricken von Helix-Streifen mit Nadelspiel leichter. Da werden immer nur drei Nadeln des Nadelspiels in einer Farbe gestrickt:

Zuerst werden rechte Maschen über die 1., 2. und 3. Nadel in Farbe A gestrickt. Dann folgen die 4., 1. und 2. Nadel (also die nächsten drei Nadeln des Nadelspiels) in Farbe B. Nun geht es dort weiter, wo der Faden der Farbe A hängt (am Anfang der 4. Nadel) und wieder werden die Maschen auf drei Nadeln abgestrickt. Weiter geht es, wo der Faden der Farbe B hängt.

Die Käppchenferse strickt sich bei Helix-Socken wahrscheinlich einfacher, aber die Bumerangferse geht auch.

Am schönsten wird sie mit nur einer Zwischenrunde (bei meinen Socken in pink), um die Ringelfolgen nicht zu unterbrechen.

Und wo ich schonmal dabei bin: was mit zwei Farben funktioniert, ist auch mit bis zu fünf verschiedenen Farben möglich. Damit sind GumGum-Socken prädestiniert, um Wollreste zu verarbeiten. Kleine und allerkleinste Reste.

Das Ergebnis sind kunterbunte Socken, die – irgendwie logisch – in der Regel nicht identisch werden. Wie auch, wenn du immer dann, wenn ein Faden zu Ende geht, einfach den nächsten in einer anderen Farbe ansetzt.

Und so wird mit fünf Farben gestrickt: Nachdem du das Bündchen in Farbe A gestrickt hast strickst du noch alle Maschen der ersten Nadel in der gleichen Farbe. Laß den Arbeitsfaden hängen und strick die Maschen der zweiten Nadel in Farbe B. Wieder bleibt der Arbeitsfaden hängen und die Maschen der dritten Nadel werden in Farbe C gestrickt und schließlich alle Maschen der vierten Nadel in Farbe D.

Nun kommt die nächste Runde: Die Maschen der ersten Nadel werden in Farbe E abgestrickt. Ab dann greifst du jeweils den vor der nächsten Nadel hängenden Arbeitsfaden auf und strickst die Maschen einer Nadel ab, d.h., du wechselst nach jeder Nadel den Arbeitsfaden. Ganz einfach, oder? Zumindest was die Technk anbelangt. Fünf Fäden an fünf verschiedenen Knäueln muss man mögen …

Natürlich kann man diese Technik nicht nur beim Stricken von Socken anwenden, sondern grundsätzlich immer dann, wenn in Runden gestrickt wird. Bei einem Loop, bei Pulswärmern oder sogar in der Rundpasse eines Pullovers. Ungewöhnlich und ohne jeglichen Übergang werden sie auch, wenn du ausschließlich linke Maschen strickst. Oder wenn du Helix-Streifen mit Hebemaschen kombinierest.

Aber das wäre wohl ein weiterer Blogpost.

 

Verlinkt zum Samstagsplausch

3 Minuten: Einlegesohlen

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen, was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das hier sammeln. Um damit mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Es gibt im Netz keine frei verfügbare Anleitung für gefilzte Einlegesohlen. Vielleicht gibt es sie auch und ich habe sie nicht gefunden. Tatsache ist, dass ich Sohlen verschenken wollte, ein bißchen unter Zeitdruck war und (wie so oft) ungeduldig, aber im Kopf das Bild von Einlegesohlen, wie ich sie vor Jahren in einem Strickbuch gesehen hatte.

aus: Landlust – Handarbeiten mit Tweedgarn, erschienen im Landwirtschaftsverlag

Ich brauchte mein Blog, um das Buch zu finden … und es im gleichen Moment wieder zu verlieren. Denn im November 2014 habe ich es zwar rezensiert, aber dann verlost. Neun Jahre später (d.h. vergangene Woche) blieb mir beim Stricken und Filzen von Einlegesohlen deshalb nur „trial & error“.

Damit mir das nicht nochmal passiert (zumindest nicht mit gefilzten Sohlen), kommt nun eine Zusammenfassung (farblich schlecht, weil November), wie meine Einlegesohlen wurden, wie sie sind. Wieder schreibe ich es in mein Blog, auch wenn der schon länger schläft als Dornröschen. Es gibt dennoch keinen besseren Ort.

Aus Resten von Filzwolle – viel blau, weniger rot und weiß – habe ich mit 7er Nadeln 15 Maschen angeschlagen. Eine Weile geradeaus gestrickt, dann ab- und wieder zugenommen. Nach 36 Rippen gesamt habe ich zweimal am Anfang und Ende einer Hinreihe jeweils eine Masche abgenommen, die verbleibenden 11 Maschen locker abgekettet. Gestrickt habe ich krausrechts, damit die Sohlen dicker werden. (Squishy – wunderbares englisches Wort).

So simpel, so gut.

Nach dem Fäden vernähen ging’s ab in die Maschine! Bei 40 Grad und mit normalem Waschpulver. Jeans und drei Tennisbälle sollten beim Filzen helfen, Farbfangtücher Schlimmeres verhindern.

Zwei Stunden später waren sie 7 cm kürzer und 3 cm schmaler, sahen mehr aus wie Einlegesohlen, waren aber immer noch größer als gewollt.

Ziel war Größe 41, also ungefähr 26 cm lang und 10 cm weit am Ballen. (Beim Ermitteln der Maße war übrigens die Online-Größentabelle von Birkenstock sehr hilfreich: Hier sind neben den Längenmaßen auch zwei verschiedene Weiten in Zentimetern angegeben).

Also habe ich die gefilzten ‚Lappen‘ in Form geschnitten und dann noch mal gewaschen. Dieses Mal nicht mehr ganz so entspannt wie beim ersten Mal … Ich hatte echt Sorge, dass die fertigen Einlegesohlen zu klein werden würden. Ein Wäschebeutel und nur noch 30 Grad sollten das verhindern.

Was soll ich dagen – das Ergebnis wurde perfekt: verfilzte Kanten und exakte Maße.

Einziger Fehler: die Freundin hat Größe 42 … . Nun mache ich also ein zweites Paar. Ich weiß ja jetzt, wie es geht.

3 Minuten: wenn das Bündchen nach oben klappt

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb sammel ich es hier. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Der Pullover ist fertig, der Faden abgeschnitten und dann klappt das Bündchen nach oben … So ärgerlich, aber passiert ist es wohl den meisten von uns schon mal. Mir auch in der vergangenen Woche und deshalb habe ich die Weiten des Internet durchforstet, um herauszufinden, wie sich dieses Hochklappen verhindern lässt.

Siehe da – Möglichkeiten gibt es viele! Eine so einfach wie die andere. (Einziger Wermutstropfen: ich musste zuerst das bereits gestrickte Bündchen wieder ribbeln).

Variante 1: Strick das Bündchen mit dünneren Nadeln.

Durch den Wechsel von rechten und linken Maschen im Bündchen (oder beim Stricken von ausschließlich linken Maschen) ändert sich die Fadenspannung. Der Faden ist wechselnd vor und hinter der Nadel, dadurch verbrauchst du minimal mehr Garn, als bei glatt rechts Gestricktem. In Konsequenz dehnen sich die Maschen ein winziges bißchen mehr und das reicht, um das Bündchen nach oben klappen zu lassen. Dünnere Nadeln können das verhindern.

Variante 2: Maschen ab- oder zunehmen

Nimm in der letzten glatt rechts gestrickten Reihe, also ehe das Bündchen beginnt, einige Maschen ab (wenn Du top-down strickst) oder in der ersten Reihe nach dem Bündchen einige Maschen zu (wenn Du von unten nach oben strickst). Je nach Garnstärke vielleicht jede 9. und 10. Masche. Das liest sich nach viel, ist es aber nicht. Der Effekt ist der Gleiche wie in der ersten Variante: weniger Garn, andere Spannung = kein Hochklappen mehr.

Variante 3: Maschen abheben und nicht stricken

Strick die rechten Maschen der obersten Bündchenreihe (also der Reihe, die an das glatt rechts Gestrickte stößt) nicht, sondern heb sie ab wie zum Linksstricken, mit dem Faden hinter der Nadel. Für ein Bündchenmuster, bei dem sich jeweils eine rechte und eine linke Masche abwechseln, heißt das: 1M abheben, 1M links, 1M abheben, 1M links … Dass dadurch weniger Garn verbraucht wird, ist logisch. Gleichzeitig verringert sich dadurch auch der „Buckel“ der gerne mal beim Übergang von glatt Gestricktem zum Rippenmuster entsteht. Letzteres steht dann tatsächlich weniger vor.

Wenn das alles nicht hilft, wenn sich Dein Bündchen immer noch nicht fügen will und unverändert nach oben klappt, bleibt dämpfen und spannen. Oder Du strickst ein längeres Bündchen, das durch sein Eigengewicht nach unten hängt.

Bei meinem Solvi Sweater habe ich im Zweitversuch die Varianten 1 und 3 kombiniert. Also dünnere Nadeln (3.25 statt 3.5) und abgehobene Maschen. Außerdem ist das fertige Bündchen jetzt drei Reihen länger.

Als wäre das nicht genug, habe ich dann, Andrea’s Empfehlung folgend, die letzte Reihe mit doppeltem Faden gestrickt – das Tüpfelchen auf dem i sozusagen.

Und siehe da: Noch ist der schöne Pullover zwar nicht ganz fertig, geschweige denn gewaschen (deshalb ist das Maschenbild auch noch so unruhig), aber das Bündchen sitzt einwandfrei 💪🏼.

3 Minuten: Patent-Gestrick zusammennähen

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das ab sofort hier sammeln. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Der Loop für den Sohn ist gestrickt in Patent, was ihn (den Schal, nicht den Sohn) super voluminös macht. Das war ebenso eine Vorgabe wie (2) „doppelt um den Hals zu tragen“ und (3) in Lieblingsfarbe: Pink!

Ich habe mit provisorischem Maschenanschlag begonnen (5er Nadel, 40M / 27cm) und 130cm gestrickt. YouTube hat mir dann (sehr genial!) in zwei kleinen Videos beigebracht, wie man Patent zusammennäht, so dass die Naht unsichtbar wird (Video Teil 1 und Teil 2).

Das hat im Erstversuch nicht ganz geklappt. Meine Naht ist sichtbar. Aber das macht nichts.

Gestrickt habe ich mit Drops Merino ExtraFine in Pink (5 Knäuel); Beilauffaden war mehrheitlich Drops KidSilk in dunkelrosa (2 Knäuel) und als das Fädchen zu Ende ging, habe ich mit Pink weitergestrickt, einfach weil das hier noch lag. Auch das sieht man. Auch das macht nichts.

Mittlerweile hat die Wolle um ungefähr 10cm nachgegeben, der Loop ist jetzt 140cm lang, aber immer noch weich und voluminös. Kommentare gibt es viele („Na, hat deine Mutter dir ihren Schal gegeben?“ oder „Dir muss kalt sein, wenn du Pink trägst“), aber sowas läßt den Sohn nur müde lächeln. Es hält ihn nicht davon ab den schmuseweichen Loop zu lieben. So sehr, dass er ihn ständig trägt.

Die Farbe ist unfassbar und auch im richtigen Leben mindestens so grell wie auf dem Bild.

Konsequenz: Der Mann möchte jetzt auch einen. Genauso weich und voluminös, aber in Flaschengrün. Ich kann die Naht also noch mal üben.

3 Minuten: Abketten

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das ab sofort hier sammeln. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Unendliche Varianten gibt es um Maschen abzuketten. Ein paar davon nutze ich regelmäßig:

Den miraculous elastic bind off nehme ich bei toe-up Socken, weil er (wie der Name schon sagt) wirklich super elastisch ist.

Der Icelandic bind off kann zwar am Anfang nervig sein, aber ich weiß nichts Besseres für kraus rechts Gestricktes. Sieht gut aus und dehnt sich.

Den iCord bind off stricke ich bei fast jeder (Baby-)Decke, einfach weil es so ein schöner Abschluß ist. Der funktioniert sogar bei Häkeldecken.

Überall sonst masche ich ab mit der einfachsten Variante von allen. Keine Ahnung, ob sie einen Namen hat. Aber einen total niedlichen Spruch, mit dem viele Kinder im englischsprachigen Raum lernen wie es geht:

2 guys are sitting on a log. Pete and Repeat. Pete jumps over Repeat. Who is left sitting on the log? Genau: Repeat. Und dann geht es von vorne los. Schade, dass man sowas nicht übersetzen kann. Aber muss man vielleicht gar nicht.

3 Minuten Häkelmonster Abketten

Und hier ist das Bild dazu: Repeat (links) und Pete (rechts), sitzen auf einem Balken einer Stricknadel. Pete wird gleich springen ?

Was sind Eure Lieblingsvarianten?