Die Cumulus Blouse von PetiteKnit ist ein in jeder Hinsicht leichter Pullover: minimalistisch und entsprechend einfach zu stricken. Dabei weich und leicht, wie eine Wolke. Letzteres ist bei dem Namen eher keine Überraschung.
Gestrickt wird sie gemäß Anleitung aus einem Mohair-Seide-Gemisch, gerne zweifädig. Aber letztlich ist es nichts anderes, als ein Raglan von oben, der sich wahrscheinlich aus so ziemlich jedem Garn stricken läßt, so lange man die Maschenprobe im Blick hat.
Und weil hier noch vier Knäuel Brushed Alpaca Silk in zartem Puderrosa lagen, dachte ich: das passt! Das mache ich! Das wird eine Cumulus Wolke.
Seither läuft es … nicht.
Ich habe den dünnen Faden einfach verstrickt und eine größere Größe gewählt. Denn meine Cumulus Blouse sollte zwar ein Sommerpullover werden, aber weder (zu) eng, noch (zu) durchsichtig. Größer wird sie, das hat geklappt, aber irgendwie nicht wie gewollt. Mit jeder Anprobe denke ich jetzt, das sieht nicht oversized aus, das sitzt einfach nicht.
Und auch der iCord am Halsausschnitt könnte viel schöner sein. Durch den dünnen Faden und die dicken 4,5er Nadeln dehnt sich jede Masche und der Monk in mir schimpft. Da muss ich auf jeden Fall noch mal dran.
Aber: Fusselgarn zu ribbeln ist einfach keine Option, also habe ich weitergestrickt. Irgendwann war der Körper fertig – und kaum noch Wolle übrig. Nicht mal für kurze Ärmel, geschweige denn für lange. Ich habe über nachkaufen nachgedacht, aber eigentlich geht es ja darum, zu verstricken, was hier liegt. Kaufen wollte ich dann letztlich doch, aber die Partienummer gibt es nicht mehr …
Gekauft habe ich dennoch ein einziges Knäuel, in der Hoffnung, dass es farblich irgendwie hinkommt. Tut es nicht. Natürlich nicht.
Seither stagnierte das Projekt …
Erst hing es am Bügel an der Türklinke, dann habe ich es in einen Projektsack gestopft und da gestern (endlich) wieder rausgeholt.
Die Ärmel werden jetzt geringelt mit Farben und (noch dünneren) Garnen, die ich hier noch habe: hellgrün und pink, und das Rosa, das nicht das richtige Rosa ist. Ob es eine gute Idee ist, bei einem Raglan die Ärmel andersfarbig zu stricken? Fragt mich, wenn’s fertig ist. Für den Moment ist es irgendwie alternativlos. Also stricke ich 4 Runden Puderrosa, 3 Runden Grün, 4 Runden Puderrosa, 2 Runden Pink. Und wieder von vorne.
Es wird jetzt halt eine Cumulus Blouse, mit dem Rosa der Wolken am frühen Abend und den Blüten der Äpfel und Kirschen, die ich sehe, wenn ich rausgucke. Vielleicht ist auch Eis mit drin.
Würde ja zum Sommer passen.
Verlinkt zum Samstagsplausch


Wer immer die unendlichen Ringel nun erfunden hat und wie immer man sie nennt, ob Helix oder GumGum, eines ist ihnen gemeinsam: Der Übergang von einer Farbe zur nächsten ist unsichtbar, es gibt keine Naht. Nur Ringel, die sich ohne Unterbrechung in Spiralen um Bein und Fuß drehen.
Bei meinen Socken habe ich zuletzt eine graue Runde gestrickt. Der graue Faden liegt deshalb „oben“ – sieht man im Bild. Jetzt kommt als nächstes der pinke Faden aus der Runde darunter. Und er bleibt unterhalb des Grauen, bis er dann am Ende der Runde der obere Faden ist. Ist das verständlich erklärt?
Am schönsten wird sie mit nur einer Zwischenrunde (bei meinen Socken in pink), um die Ringelfolgen nicht zu unterbrechen.
Nun also Schweine, vielleicht auch einen Esel. Die kleinen Tiere hat 
In der Antike wurde authentisch nur für Dokumente verwendet, die als Original galten. Im Mittelalter stand es eher für „beglaubigt und nicht gefälscht“ und wurde entsprechend bei offiziellen Dokumenten oder religiösen Texten genutzt. In der Neuzeit konnten dann auch Kunstwerke, historische Gegenstände oder Traditionen authentisch sein und heute ist der Begriff noch mal weiter gefasst: Verhalten, wenn es zu den eigenen Werten oder Gefühlen passt, zum Beispiel. Und dann gibt es authentische Menschen – die gelten als natürlich, unverstellt, ehrlich.
Wenn ich also in meinem Blog stärker auf Authentizität achten würde, würde sich dann der Inhalt verändern oder vielmehr nur die Haltung, aus der heraus ich schreibe? Denn authentisch zu schreiben bedeutet ja nicht, alles preiszugeben oder jeden Gedanken ungefiltert zu veröffentlichen. Es bedeutet eher, dass das, was ich teile, wirklich meiner eigenen Perspektive entspricht.
Ganz authentisch ist, dass ich aktuell mit einer Kinderjacke hadere:
Ich stricke sicherheitshalber eine zweite. Andere Wolle, dickere Nadeln, mehr Konzentration. Wunderbares Maschenbild, am Ende auch bißchen größer, aber wahrscheinlich zu warm und zu schwer für den Sommer.

Letztlich habe ich also (mal wieder) entschieden, zu ribbeln. Eine andere Anleitung für einen ebenfalls geringelten Pullover lag hier schon. Nur … so ganz entschieden war das wohl doch nicht … Wäre es
Mittlerweile ist mein rosa „Sack“ fast fertig. Drei himbeerfarbene Ringel im einen Ärmel, drei mittelgraue im anderen. Mittelgrau auch am Körper. Der Kragen von innen weiß. Hätte es vielleicht alles nicht gebraucht, denn wie durch Zauberhand scheint die Wolle nun doch zu reichen. Macht aber nichts. Ich ziehe durch!
