Birthday Sweater war das ursprüngliche Design, Birthday61 ist eine überarbeitete Version, der ich verfallen bin, kaum dass ich sie auf Ravelry entdeckt habe. Gestrickt von oben nach unten, ohne Nähte, aber mit breiten Raglanlinien, ist der Pullover schlicht und super schön.
Wie gemacht für die ebenso schönen Stränge Wollmeise & Rohrspatz, die ich vorletztes Wochenende beim Woll-Flohmarkt von Wollen Berlin adoptiert habe. Zugegeben nicht ganz freiwillig … Wollen Berlin hatte denen, die zu viel Wolle (und zu wenig Zeit …) haben angeboten, ihre Schätze auf kleinen Tischen im Innenhof zu verkaufen.
Ich wollte hin, um es mir anzusehen. Vielleicht (hoffentlich!) wiederholen sie das Event und dann würde ich mich unter Umständen auch von dem einen oder anderen Knäuel trennen können. Also fuhren wir hin.
Der Mann kam mit. Geduldig und verständnisvoll wie immer.
Erwartungsgemäß war das Angebot überwältigend. Aber „schlimmer“ noch waren die Gespräche mit denen, die ihre Garne verkaufen wollten. Wobei „wollten“ genau genommen wohl nicht stimmt. So gut kenne ich das Gefühl, Schätze zu lagern und sie im Leben nicht verstricken zu können. Weil es zu viel ist, weil das, was ich habe, nie zu dem passt, was ich stricken möchte, weil, ach weil …
„Ich möchte doch gerne, dass sie in gute Hände kommen.“ – „Es wäre so schön, wenn eine erfahrene Strickerin – und Du bist doch eine erfahrene Strickerin – da was Tolles draus macht“ – „Die Farben gibt es auch schon lange nicht mehr.“ – „Das Grün würde Dir echt gut stehen.“
Um es kurz zu machen, irgendwann setzte sich der Mann in ein Café und wie durch Zauberhand landeten wenig später Pullovermengen in meinem Arm. Keine Ahnung, wie das passiert ist. Das Grün ist wirklich unglaublich schön. Außerdem wollte ich schon immer Wollmeisen haben, nur schienen die bisher zu teuer.
Auf der Suche nach einem passenden Projekt habe ich dann den Birthday61 Sweater entdeckt. Wobei er genau genommen gar kein passendes Projekt ist. Die Maschenprobe stimmt hinten und vorne nicht und ob ich mit drei Strängen hinkomme, bleibt abzuwarten.
Ist mir egal.
Ich stricke jetzt erstmal und mit jeder Runde merke ich nicht nur, dass das ein Lebenswerk ist (Patent eben …). Gleichzeitig lerne ich unfassbar viel! Zum Beispiel, dass es viel schlauer ist, jede zweite Reihe nur linke Maschen zu stricken. Die linken Maschen machen es so viel einfacher zu sehen, in welcher Reihe ich bin. Gelernt habe ich das, nachdem ich 4 Reihen mit über 250 Maschen zurück stricken musste. Unkonzentriert hatte ich zwei Reihen eins rechts, eins links hintereinander weg gestrickt … Und die Schwarmintelligenz auf Instagram hat dringend davon abgeraten, die Nadeln rauszuziehen. Also ging es Masche um Masche zurück.
Gelernt habe ich auch, wie man die linke Masche fallenläßt und dann mit der Häkelnadel wieder nach oben holt. Später habe ich verstanden, dass das nur ein warm-up war … Als ich Maschen mit Umschlag korrigieren musste, war die Sicherheit da, auch diese Maschen fallenzulassen.
Eigentlich hat der Birthday61 kein Bündchen am Hals. Nachdem ich sicher sein will, dass er nicht zu weit wird, habe ich dennoch mit einem provisorischen Maschenanschlag begonnen. wenn’s nötig sein sollte, kann ich also anstricken. Bei allem tue ich, was ich kann, damit er beidseitig tragbar sein wird. Halbpatent hat zwei verschiedene Seiten. Beide toll.
Für den Moment bin ich nichtmal beim Abteilen der Arme angekommen. Und das obschon ich tatsächlich jeden Tag daran gearbeitet habe. Macht aber nichts. Das schöne Material in den Händen, die tolle Farbe und die Aussicht auf den Pullover sind immens befriedigend.
Wenn mein Birthday61 fertig ist, schicke ich der Verkäuferin ein Bild. Sie soll sehen, dass es ihren Strängen gut geht.
Verlinkt zum Samstagsplausch


Im Frühjahr habe ich eine kleine
Sicherheitshalber hatte ich
Bekanntermaßen sind aller guten Dinge drei und so habe ich zuletzt
Was soll ich sagen – es ist gut gegangen! Ich mußte die Raglanlinien verlängern (logisch), habe die Knopfblende nicht angestrickt, sondern am Ende angenäht und die Ärmelabnahmen neu berechnet. Das Ergebnis begeistert mich! Wirklich alles! Die Jacke sitzt perfekt, die Farbe ist der Knaller, die Knöpfe wie gemacht dafür und das Muster ist super schön.
Sogar tragen konnte ich sie noch für ein paar Tage, weil es doch nochmal kühler wurde. Nun werde ich bis Herbst warten müssen, weil reine Schurwolle eben doch richtig warm ist. Macht aber nichts. Vorfreude hat auch was.
Was soll ich sagen – wenn es eine Gartengöttin gibt (ich bin sicher, die gibt es), habe ich sie erzürnt …
Damit nicht genug, ließ sich das Absperrventil des Brauchwasser-Anschlusses (mein Plan B) nicht einen Millimeter bewegen. Weil wir den Hahn seit gut acht Jahren nicht geöffnet haben, hat der Monteur später gesagt.
Nur die Gänseblümchen kommen bisher nicht wieder.
Manchmal möchte ich da noch mal einen Pullover draus machen. Vielleicht einen zweiten
Normalerweise notiere alles zu einem Projekt in Ravelry – ausgerechnet bei diesem
Einer der ist fertig, der andere angefangen. Ich mag die Ferse mit den Hebemaschen. Sie sitzt auch gut. Die Idee, den Farbwechsel unter dem Fuß zu machen, war allerdings nur so semi-schlau. Sieht zwar schön aus, weil unsichtbar unter dem Fuß, aber wenn der Übergang von einer Farbe zur anderen,auch nach dem Waschen und ersten Tragen noch so deutlich spürbar ist, werden das eher nicht meine Lieblingssocken.
Bei allem sollte ich den Karton mit den Knäueln bald wieder zumachen. Sonst wird das doch noch ein Pullover …
Und das wurden sie!
Das sahen leider nicht alle so … Zwischen vielen begeisterten Kommentaren unter dem 


