Ich mag Gänseblümchen. Sie sind überall in unserem Garten. Und das sollen sie auch. Deshalb ist hier auch jedes Jahr „No Mow May“ – also kein Rasenmähen im Monat Mai, damit nicht nur Gänseblümchen, sondern auch andere Wildkräuter blühen und alles, was hier fliegt – Hummeln, Wildbienen und andere – in einer für sie kritischen Phase genug Nahrung findet.
Dieses Jahr habe ich mich nicht daran gehalten. Die Gartenfirma hatte nur einen Mai-Termin für mich und den habe ich zugesagt. Die Männer haben einen Tag lang nicht nur gemäht, sondern auch vertikutiert, überall Erde aufgeschüttet wo nötig und da dann auch neu ausgesät. Ich hatte darüber schon geschrieben.
Was soll ich sagen – wenn es eine Gartengöttin gibt (ich bin sicher, die gibt es), habe ich sie erzürnt …
Wie sonst kann es sein, dass beim ersten Wässern das Steuerungsgerät der Gartenpumpe einfach abgeplatzt ist? Klar könnte es auch ein Frostschaden gewesen sein. Dazu ein poröses Kunststoff-Gewinde. Am Ende ein Knall, eine Fontäne und keine Pumpe mehr.
Damit nicht genug, ließ sich das Absperrventil des Brauchwasser-Anschlusses (mein Plan B) nicht einen Millimeter bewegen. Weil wir den Hahn seit gut acht Jahren nicht geöffnet haben, hat der Monteur später gesagt.
Kurz: die Gartengöttin war richtig sauer, wir hatten von jetzt auf gleich kein Wasser und draußen 200qm neu ausgesäten Rasen …
Zwei Wochen ist das jetzt her. Anfänglich 30 Minuten Hauswasser pro Tag (traue ich mich kaum zu schreiben. Hat auch nur wenig gebracht). Danach dann 30 Minuten Brauchwasser. Zu wenig für Mai. An einigen Stellen spriesst Grün (Rasen möchte ich das nicht nennen), Vieles ist braun geblieben und die Menge an allem, was kein Rasen ist – Löwenzahn, Klee, sogar Sauerampfer – hat sich vervielfältigt.
Nur die Gänseblümchen kommen bisher nicht wieder.
Vielleicht habe ich deshalb angefangen aus einem von Frieda Fuchs gefärbten Strang in der Gänseblümchen-Färbung einen Lille Kolding zu stricken. Das Garn war vergangenes Jahr eine Monatsfärbung, hat einen Seidenanteil von 30%, ist wunderbar weich und hält mich davon ab, in den Garten zu gucken.
Als Strang sah die Färbung mit ihren gelben, rosa und grünen Sprenkeln wirklich aus wie Gänseblümchen. Zumindest für meine Augen. Verstrickt vielleicht ein bißchen weniger, macht aber nichts. Der kleine Schal wird richtig schön!
Und weil die Gänseblümchen gerade nicht wachsen, bin ich einmal um den Block gegangen, um für diesen Blogpost ein Gänseblümchen-Bild zu machen. (Was tut man nicht alles).
Der Brunnenbauer kommt Mitte Juni. Dann werde ich neu aussäen – stay tuned.
Verlinkt zum Samstagsplausch

Gänseblümchen mag ich auch sehr gerne. 🙂 Die Wollfärbung ist sehr schön und der Name passt perfekt. LG von Regula
Na, das gibt ja dann neue Chancen auf den Rasen, wo Du so fleißig warst.
Die Gänseblümchen werden sicher bald wiederkommen, sie vermehren sich vor allem dadurch dass man über sie läuft.
Und der Schal wird bestimmt wunderbar.
Liebe Wochenendgrüße
Nina
Sie vermehren sich, wenn man drüber läuft?! Das wußte ich nicht.
Dann haben sie auf jeden Fall allerbeste Chancen in meinem Garten 🙂