100 bunte Punkte

Gut zwei Jahre ist es her, dass ich meiner wunderbaren Freundin Jane eine Decke für ihr Baby gestrickt habe.

100 bunte Punkte. Mindestens 4 zu vernähende Fädchen für jeden Punkt. Ein langer, langer Wag … Immer mal wieder habe ich drüber gebloggt (hier und hier), wochenlang war unser Wohnzimmer eigentlich nicht zu betreten, aber irgendwann war sie fertig.

Schön und bunt und groß. Groß genug für einen (damals) 10jährigen Basketballer (= kein kleines Kind).

Babydecke Punkte HäkelmonsterNoch vor der Geburt kam die Decke in New Jersey an. Seither schickt Jane mir immer wieder Bilder von Baby und Decke und jedes einzelne macht mich glücklich.

Grund genug meine Freude mit Euch zu teilen. Hier deshalb das neueste Bild von Kind und Decke ?

Babydecke Punktedecke häkelmonster

3 Minuten: k2tog & ssk

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das ab sofort hier sammeln. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Die deutsche Strickschrift ist ein Monster. Da wird aus ssk (slip slip knit) ganz schnell ein „2 Maschen wie zum rechts stricken abheben, zurück auf die linke Nadel gleiten lassen und rechtsverschränkt zusammenstricken.“ Unmöglich, das in drei Buchstaben zusammenzufassen.

k2tog (knit 2 together) ist besser – 2 Maschen zusammenstricken – aber auch nicht abzukürzen. Und jede der beiden Varianten habe ich (gefühlt) mindestens so oft nachgeschlagen wie die rechts- und linksgeneigten Zunahmen. Weil ich mir auch da nie merken konnte, welche nun nach rechts und welche nach links geht.

Glücklicherweise gibt es wunderbare Eselsbrücken nicht nur für Zunahmen, sondern auch für Abnahmen. Und wieder kenne ich drei Varianten:

Die erste Eselsbrücke ist bißchen kompliziert zu beschreiben, aber meine Favoritin: wenn ich mir das, was ich stricke als gleichschenkliges Dreieck vorstelle (gerade Seite unten, Spitze zeigt nach oben), sind die Abnahmen auf der linken Seite rechtsgeneigt und die auf der rechten linksgeneigt. Also erst k2tog und dann ssk – wie im Alphabet. Da kommt k auch vor s.

Die zweite Eselsbrücke ist simpler. Die Mitte der 2 in k2tog ist rechtsgelehnt, die Mitte des s in ssk zeigt nach links. Klappt genauso.

Die dritte Eselsbrücke orientiert sich an der rechten Nadel: bei der linksgeneigten Abnahme (ssk) zeigt die Spitze der Nadel beim (verschränkten) Abstricken der beiden Maschen nach links; wenn ich zwei Maschen zusammenstricke (k2tog), also eine rechtsgeneigte Abnahme möchte, gehe ich so in diese Maschen, dass die Spitze der rechten Nadel nach rechts zeigt. (Sagt Bescheid, wenn ich da noch Bilder zu machen soll).

Eselsbrücke k2tog ssk Häkelmonster

Und für all die, die gelernt haben „ist egal, Hauptsache man nimmt durchgängig nach dem gleichen Prinzip ab“ habe ich das Ganze noch mal verkehrtherum gestrickt: also k2tog wo eigentlich ssk sein sollte und umgekehrt.

Eselsbrücke k2tog ssk HäkelmonsterUnd? Kann man machen, sieht aber eigenwillig aus. Deshalb besser nicht.

 

3 Minuten: m1R und m1L

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das ab sofort hier sammeln. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Rechts- und linksgeneigte Zunahmen habe ich wahrscheinlich ungefähr 100.000 Mal nachgeguckt. Jedes mal wieder wenn ich sie brauchte und nie (nie!) konnte ich es mir merken. Nun hat es endlich „Klick“ gemacht hat. Ein Hoch auf Eselsbrücken:

Sowohl bei m1R (= make 1 right) wie auch bei m1L (= make 1 left) wird der Querfaden mit der linken Nadel aufgenommen.

Bei m1R, also der rechtsgeneigten Zunahme, nehme ich den Querfaden von hinten nach vorne auf. Dadurch entsteht ein Umschlag. Der Teil dieses Umschlags, der jetzt vor der Nadel liegt, zeigt schräg nach rechts.

m1R m1L HäkelmonsterBei m1L, also der linksgeneigten Zunahme, nehme ich den Querfaden von vorne nach hinten auf. Und siehe da – der Faden vor der Nadel zeigt schräg nach links. (Abgestrickt wird m1R dann wie eine normale rechte Masche, m1L wie eine verschränkte rechte Masche. Logisch. Denn nur dann hat man keine Löcher).

m1R m1L HäkelmonsterGanz einfach, oder?

Klar kann man es sich auch anders merken. Zum Beispiel über Buchstaben, die sich ähneln. Dazu muss man noch nicht mal englisch sprechen. Es reichen wenige Vokabeln: right/left (rechts/links) und back/front (hinten/vorne). Das große R (right) sieht dem großen B (back) ähnlich, das große L (left), ähnelt dem F (front). Und damit ist klar: für rechtsgelehnte Maschen wird der Querfaden von hinten aufgenommen, für linksgelehnte Maschen von vorne.

Und noch eine Variante, die wahrscheinlich die Meisten kennen (angeblich ist sie von Stephen West). Es sind zwei Sätze:

„I’ll be right back“ und „I left the front door open“ – muss man nicht erklären, glaube ich, das Prinzip ist das Gleiche: rechtsgeneigt = hinten, linksgeneigt = vorne.

Und was ich auch immer vergesse: das gilt nicht nur für rechts- und linksgerichtete Maschen, sondern auch für rechts- und linksgedrehte Zöpfe. Für rechtsgedrehte Zöpfe liegen die Maschen auf der Zopfnadel hinter der Arbeit, für linksgedrehte Zöpfe sind sie vorne.

Wie macht Ihr das? Kennt Ihr andere Eselsbrücken?

 

 

 

3 Minuten: Knopflöcher

3 Minuten – mehr braucht es in der Regel nicht, um nachzulesen was mir gerade nicht einfällt. Eine bestimmte Technik, ein Kniff, eine Eselsbrücke, eben das, was mir in genau diesem Moment beim Stricken oder Häkeln weiterhelfen würde.

Aber wo habe ich es hingeschrieben? War es online oder auf einem Zettel? Meistens dauert die Suche danach viel länger als von mir gewollt (auf jeden Fall deutlich länger als drei Minuten …) und deshalb werde ich das ab sofort hier sammeln. Um mir (und vielleicht auch Euch) das Leben Stricken leichter zu machen.

Genug der Vorgeschichte.

Der Mann hat mir neulich Garn mitgebracht. Weil er es gesehen und an mich gedacht hat. Total lieb, aber leider nichts, was ich gekauft hätte. Gar nicht. Trotzdem dachte ich, ich mach was draus. Jetzt gleich. Damit er es sieht. Weil Wolle ncht sein Metier ist und er es trotzdem versucht hat und weil ich mich allein darüber doch sehr gefreut habe.

Gesagt. Getan. Topflappen! Die gehen schnell, der Erfolg ist unmittelbar und danach kann ich zurück zu allem anderen, was hier liegt. Kraus rechts und als Aufhänger ein Knopfloch. Das habe ich doch neulich erst gemacht. Aber wie gingen noch mal diese Knopflöcher?

Die Anleitung dazu habe ich beim Handarbeitszirkel gefunden: Knopflöcher, die in einer Reihe gestrickt werden und deshalb keine lockeren Eckmaschen haben. Sie sind fast unsichtbar – egal, ob man glatt oder kraus rechts strickt – und wirklich ganz einfach.

Über die fertigen Lappen hat sich dann meine Nachbarin gefreut. Farben und Material waren genau ihr Ding – ein Happy End also. Und sollte der Mann das hier lesen: die allertollste Baumwolle für Topflappen ist Natura XL von DMC 😉

New Zealand rocks (pun intended)

It must have been 2013, when The Green Dragonfly and I started following each other. (WordPress might know the exact date, but I am too lazy to look it up). Every now and then, Janette would comment on my blog and I would comment on hers – nothing special – that’s what followers do, right?

However, it is different.

Chances are, Janette and I will never meet, as she and her family live literally at the other end of the world from where we are. To fly from her city to mine would take a day. At least. It would mean four different airports and planes. Again: at least. They are getting ready for winter, we await summer. They are in New Zealand, we are in Berlin.

google maps 2017-04-24 um 19.04.37Still, over the years, I came to know her (some) through her beautiful blog and photos, her comments and likes. And every now and then, she and her children (a bit younger than my son) would do stuff we used to do a few years back. Weird. Like playing with crocheted owls. Like wrapping up in granny square blankets.

Like painting rocks.

This is when my son said, „Maybe we can …“ – and yes, we can! So we initiated a rock swap. (Probably the first ever. I don’t think that existed before). Julius chose the rocks and wrote a letter. In English. Just like that. (I’d love to have the confidence of a 12yr old at times). My job was to pack und send our parcel. Simple? Yes. And Exciting!

The Green Dragonfly Häkelmonster painted rocksToday, eight little painted rocks arrived by mail. They came all the way from NZ. It took them less than two weeks. A chocolate kiwi bird kept them company. And we were thrilled!

The Green Dragonfly Häkelmonster painted rocksThank you so much!

My favorite stone is the red heart on turquoise. Well, and the purple smile. Julius immediately fell for the strawberry followed by the purple rock with all these dots and of course the soccer ball (no surprise here) on yellow or … probably all of them!

Of course, the travelling rocks were subject to close scrutiny: Maia and Carter chose bigger rocks than the ones we sent. They use different paint and they do not color the bottom side. And – the most difficult part (at least for us) – we are well aware of the fact that they hide their rocks, those pieces of art, in parks around the city for others to find …

So, I guess, we have to set them free at some point.

We decided that each of us may keep one (heart = me & strawberry = him), another one will go to our lovely neighbor as she has a collection of stones (probably the purple smile, unless she preferes another). The remaining five will be released, so that strangers (scary!) will find them in Berlin.

Not now. In summer.

For now, we’ll wait for our parcel to arrive in NZ. It should arrive any day from now.