Patchwork à la Marisa

Vor Weihnachten hat Marisa drei (drei!) Patchwork-Tücher gestrickt. Mal eben so – eins schöner als das andere – und die dann auf ihrem Blog Maschenfein gezeigt. Das war schon so dass ich dachte (a) wie macht sie das so schnell und (b) wie strickt man Patchwork?!

Logisch, dass ich deshalb sofort reagiert habe als sie fragte wer probestricken möchte. Ende letzter Woche habe ich angefangen und nun fehlen nur noch zwei Dreiecke. Sogar die meisten Fädchen sind schon vernäht – Anlaß genug, jetzt schon über das Tuch zu bloggen.

Zumal ich ja eh schon geschrieben hatte, dass da was Neues in der Mache ist.

Das Wichtigste zuerst: wenn Material und Anleitung stimmen, kann eigentlich nichts mehr schief gehen und genauso war es auch.

Die himbeerfarbenen Dreiecke sind gestrickt mit Nomade von Wollfaktor. Handgefärbte makellose Stränge – das sieht man und das merkt man. (Da kann im Knäuel gekaufte Sockenwolle nicht mithalten). Diese winzigen Farbabstufungen, die ein Maschenbild in kraus rechts noch plastischer aussehen lassen, der warme Farbton und kein einziger Knoten auf 420m – echt toll!

Mit dem Strang, den ich hatte, bin ich leider nicht hingekommen. Also habe ich einen zweiten nachbestellt (gegen meinen 2016er Vorsatz – ich weiß …). Den hat Michaela nicht nur super schnell verschickt sondern auch aufs wunderbarste dekoriert :o) Sind diese Maschenmarkierer nicht hinreißend?!

Kombiniert habe ich Nomade mit bunten Resten: Opal, Regia und irgendwelche No-Names, die ich ohne Banderole geerbt habe. Ist aber auch egal. Nomade „pimpt“ die aufs Allerschönste. Ist griffig, kratzt nicht – ja, ich schwärme. Es ist aber auch wirklich schöne Wolle.

Und Marisas Anleitung für’s schöne Tuch?

Die ist logisch, kurz und schön geschrieben. Nichts zu meckern. Wenn man einmal begriffen hat, dass und wie die Dreiecke aneinandergesetzt werden, ist das ein Selbstläufer. Verrückt, wie abwechslungsreich sich ein Tuch in kraus rechts strickt, wenn man immer wieder die Richtung wechselt. Mal abgesehen davon, dass es eine wirklich tolle Idee ist.

Wenn ich also noch ein Patchwork-Tuch stricken sollte (und das schließe ich deutlich nicht aus) spiele ich mit dem Gedanken dass das dann einfarbig wird. Marisa hat die Dreiecke so fabelhaft aneinandergefügt, dass ich überzeugt davon bin, dass auch ein einfarbiges Tuch eine tolle Wirkung hätte.

Zu den Fakten: wie viel Wolle ich brauche weiß ich erst wenn ich fertig bin. Denn nachdem ich nicht mit der angegebenen Wolle gestrickt habe, wird mein Tuch dünner und auch kleiner als das Original. Macht aber nichts. Entweder ich stricke noch eine Reihe Dreiecke dran oder ich lasse es so oder ich spanne es mit mehr Entschlossenheit … Mal sehen.

Irgendwann kommen auch Bilder vom fertigen Tuch. Nur wollte ich bis dahin nicht mehr warten. Und wer jetzt auch Lust bekommen hat Patchwork zu stricken: die Anleitung ist seit heute online.

 

Wolle wickeln

Irgendeine Idee was ich zum Geburtstag bekommen habe? Wer das Bild ansieht weiß es – einen Wollwickler :o) Den hat der beste Mann von allen mir geschenkt. Und passenderweise gabs dazu eine große Tüte voller Sockenwollreste, die eine Freundin mir gebracht hat.

Sockenwolle HäkelmonsterAlso habe ich gewickelt. … Und gewickelt. … Und gewickelt. Das sieht nicht nur schön aus (wie Bonbons, oder?), das macht tatsächlich auch Spaß und geht superschnell. Kein Vergleich zum Wickeln mit der Papprolle wie bisher.

Die ersten drei Knäuel wandern gerade in ein Paar Socken (eins fürs Bein, eins für die Ferse, eins für den Fuß).

Socken HäkelmonsterDie anderen brauche ich mehrheitlich für einen größeren Test-Strick, den ich allerdings noch nicht zeige. Auch wenn ich ihn schon angefangen habe.

Eine Hälfte sind die geschenkten Wollreste, die andere ein Strang der großartigen handgefärbten Sockenwolle Nomade von Wollfaktor in einem Farbton der aussieht wie Himbeeren. Den hat Rebekka mir geschenkt als sie im Mai in Berlin war und bei uns gewohnt hat.

Wollfaktor Nomade Häkelmonster

Den fand ich schon hinreißend als sie ihn mir schenkte, aber so frisch gewickelt ist er tatsächlich unwiderstehlich.

Zwei neue Projekte also und neue Wolle, wenn auch Wollreste – sieht nicht (so) gut aus in Sachen Vorsätze … Und es ist erst Januar!

Babysäcke

Auch wenn ich das schon 100 Mal geschrieben habe: Ich bin Sockenwolle-Fan. Bekennender Sockenwolle-Fan. Denn damit kann man (kann ich) so unglaublich viel mehr stricken (oder häkeln) als „nur“ Socken. Vorausgesetzt natürlich, es ist gute Sockenwolle.

„Gut“ heißt formbeständig und pflegeleicht, weich und trotzdem griffig. Da nörgel ich auch gerne mal …

Klar, dass ich unbedingt mit der Wolle stricken wollte, die Lang in einer limited color edition für schoenstricken.de gefärbt hat.

Der Trick an eben dieser Wolle sind (neben Lang-Qualität) die regelmäßigen Streifen. Deshalb kam für mich auch nicht jede Anleitung / Idee zum testen in Frage. Denn was bringen mir regelmäßige Streifen wenn das Muster das nicht hergibt? Nix.

Also habe ich Babysäcke gestrickt. Strampelsäcke. Erst einen und dann gleich den nächsten. Weil die super praktisch sind, wie mir eine Hebamme gerade erst wieder bestätigt hat. Neugeborene liegen da drin wie im Schlafsack und bei größeren Babys gehen sie immer noch bis zum Bauch. Und genau so was braucht meine Freundin momentan für die kleine Schwester der Patentocher.

Mein erstes Modell hat ein Bündchen zum Aufknöpfen – die Knöpfe dazu kommen aus meinen Vorräten und begeistern mich unverändert. Denn „in echt“ passen die Farben noch viel besser zu den Streifen der Wolle als auf den Bildern. Außerdem sind sie flach und drücken bestimmt nicht.

Mittlerweile schläft die kleine Schwester der Patentochter auch im Strampelsack und dann sind die oberen beiden Knöpfe meistens offen. Sehr süß!

Babysack Strampelsack HäkelmonsterBabysack Strampelsack HäkelmonsterDas zweite Modell habe ich mit doppeltem Faden gestrickt. Ehrlich gesagt wollte ich sehen, ob die Farbwechsel wirklich regelmäßig sind. Fies, oder? Aber sie sind es (fast exakt).

Doppelter Faden – damit ist der Sack bei den momentanen Temperaturen sogar noch „draußentauglich“ und trotzdem weich. Hier ist das Bündchen allerdings ohne Knöpfe.

Babysack Strampelsack HäkelmonsterBabysack Strampelsack HäkelmonsterStricken ließen sich beide Varianten super, das Maschenbild ist auch schön (beide Säcke sind bisher nicht gewaschen, da „geht also noch was“) und anfassen tun sie sich gut. Nicht so weich wie Merino – okay – aber unbedingt so, dass ich sie einem Baby anziehen würde. Und auch die kleine Schwester der Patentochter hat sich bisher nicht beschwert.

Ganz nebenbei: Verrückt, wie oft ich beim Stricken in der Öffentlichkeit auf die Farben angesprochen wurde! Es gibt wohl doch weit mehr Menschen als ich dachte, die Babys unbedingt in rosa oder hellblau packen wollen – je nachdem, ob es ein Mädchen oder ein Junge ist. Finde ich persönlich überflüssig (der Sohn sah immer toll aus in Rosa und tut es noch), aber wers mag, der sei noch mal drauf hingewiesen.

Schöne Wolle, schöne kleine Projekte – ich bin sehr zufrieden gerade :o)

 

Wolle

Erst Super Sale bei Drops im Monat Mai, dann Regia bei Real (bei Real!) … Mal ehrlich – was sollte ich denn machen?! IMG_6610Aus Cotton Merino werde ich Wendy Johnson’s Leftover Cowl stricken. Das möchte ich schon lange. Nicht jetzt. Irgendwann. Im Winter vorm Kamin vielleicht … Mit dem Wollkauf bin ich diesem Wunsch auf jeden Fall ein bißchen näher gekommen.Cowl021914_smallUnd die Sockenwolle? Keine Ahnung. Aber bei 3,50€/Knäuel mussten die mit. Ich liebäugel ja immer noch mit der Decke „Heart Blanket“ aus dem Noro Knitting Magazine (Herbst 2014). Als Babydecke wäre die klasse. Regia HäkelmonsterIMG_5790_mediumOder es werden tatsächlich viele schöne Socken – davon kann man eh nie genug haben und nachdem der Sohn erst 10 ist werden seine Füße wohl noch eine Weile wachsen. Macht Ihr das auch? Wolle kaufen, die Ihr nicht braucht, nur weil sie im Angebot ist? Seufz …

Häkelglück – die Blogparade im Mai

Seit April – also jetzt im zweiten Monat – gibt es Danielas Blogparade und ich muss sagen, ich war tatsächlich richtig gespannt was sie fragen würde!

Garn ist es: Mit welchem Garn ich am liebsten häkel und warum. Mit welchem Garn ich gerne mal herumexperimentieren würde. Wo ich Garn kaufe und wie viel ich dafür ausgebe.

Denn mal los, oder?

Die erste Frage ist schnell beantwortet: Ich liebe Sockenwolle. Die Festigkeit, die Stärke, die Struktur, die Farben – es gibt nichts, was man aus Sockenwolle nicht machen kann. Zumindest nicht in meiner Welt. Ich habe Decken daraus gehäkelt und Puppen, Tücher gestrickt und einen Babysack, diverse Loops und noch mehr Socken und Monster. Ich habe unzählige Blumen gehäkelt, Tiere, Puls- und „Stiftwärmer.“ Einfach alles! Anfangs „nur“ mit Zitron, Opal oder Regia, mittlerweile gucke ich aber auch sehr gerne nach handgefärbten Strängen.

HäkelmonsterSockenwolle kaufe ich da, wo ich gerade bin: Regia-Knäuel ganz pragmatisch bei Karstadt wenn ich da Mittwochnachmittag bin um meinen Sohn zu treffen. Büro, Schule, Basketball, Zuhause – Karstadt liegt da genau in der Mitte, die Regia-Wolle ist direkt neben der Rolltreppe, schnell geguckt („Was gibt es?“ – „Was kostet es?“ – „Was mache ich damit?“) und dann gleich weiter zum vereinbarten Treffpunkt eine Etage höher.

HäkelmonsterZitron oder Opal suche ich nie. Beide finden mich, wenn ich bei der Wolllust, einem meiner Lieblings-Wollgeschäfte, nach ganz ‚was anderem gucke. Kennt Ihr das?

HäkelmonsterHandgefärbte Stränge habe ich zuletzt auf dem Wollfest in Hamburg bei Zeena gekauft. Nicht weil ich Sockenwolle brauchte, sondern weil die Farben so unwiderstehlich waren. Seither gucke ich sie immer wieder an und habe noch keine Anleitung gefunden, die so wunder-toll ist, dass ich bereit bin einen Strang dafür „herzugeben“ …

HäkelmonsterSeit gestern habe ich auch vier Knäuel Sockenwolle von Drops. Auch die standen eigentlich nicht auf meiner Liste. Aber ich habe diesen wunderbaren Wollladen entdeckt, den ich bisher nicht kannte (und der unbedingt und bald einen eigenen Blogpost verdient) und dort – wie sollte es anders sein – Sockenwolle gekauft.

HäkelmonsterUnd außerdem zwei so unfassbar schöne grüne Knäuel Drops Lace aus Baby Alpaca und Mulberry Silk, dass ich am liebsten alle angefangenen Projekte liegen lassen würde, um nur noch damit stricken zu können. (Aber das ist off topic weil keine Sockenwolle und stricken statt häkeln. Auch dazu wird es also irgendwann bald einen eigenen Blogpost geben). Dennoch – das ist genau die Wolle mit der ich experimentieren möchte. Vom Strang zur Jacke … ich weiß weder wie noch was, insofern wird es wirklich ein Experiment.

Hase HäkelmonsterBei allem gebe ich nicht viel für Geld für Wolle aus. (Echt nicht). Ich versuche möglichst viel aus der Wolle zu machen, die ich habe. Außerdem gucke ich nach Schnäppchen (Karstadt verkauft momentan übrigens diverse Regia Knäuel für 3,49€) und immer mal wieder wird mir auch Wolle geschenkt, das ist toll. Gelegentlich gibt es dann doch „Aussetzer“ – so wie vergangenen Monat als ich die Wolle für den Quicksilver gekauft habe. Das hat dann halt mal (deutich) mehr gekostet, aber sowas mache ich nicht oft und die Freundin, für die ich den Quicksilver gemacht habe, sollte eben ‚was ganz Besonderes haben. Das hat sie jetzt.

So! Und nun muss ich los – zu Karstadt 🙂 Heute ist Mittwoch und der Sohn wartet. Macht doch auch mit bei der Blogparade! Ich möchte gerne lesen womit Ihr häkelt.