Projekte

Dank Ravelry weiß ich, dass ich im vergangenen Jahr 63 Projekte begonnen und beendet habe. Darunter 24 Paar Socken, 18 Mützen und 6 Pullover. 19.167 Meter gesamt.

NEUNZEHNTAUSEND-EINHUNDERT-SIEBENUNDSECHZIG! Liest sich verrückt, oder? Rund 370 Meter in der Woche, also ungefähr zwei Paar Socken. Das liest sich schon besser. Dennoch eine (für mich) unfassbare Zahl. Meine Wollvorräte müßten längst im Minusbereich sein. Sind sie aber nicht.

Wie dem auch sei, vieles von dem, was ich gestrickt habe, habe ich verschenkt und nun macht es mich glücklich, einzelne Projekte immer wieder zu treffen. Die Mützen zum Beispiel, die die Freundin, der Kollege und der Handwerker tragen.

Oder die Socken, die eine andere Freundin so begeistert haben, dass sie mir gerade erst ein Bild geschickt hat. Sogar mit Ostsee im Hintergrund.

Aktuelles Highlight war jedoch die winzige Schwester eines Freundes vom Teenager, die ich vergangenes Wochenende anläßlich eines Basketballspiels gesehen habe: die Mütze, der kleine DALA Pullover und sogar die Socken – alles von mir. So viel Wertschätzung. So wunderbar!

Mal sehen, welche Projekte 2024 entstehen. Vielleicht gelingt es mir ja, meine Wollvorräte weiter zu dezimieren … 🙃.

Andrea hat sich vorgenommen, keine Wolle für Projekte mehr zu kaufen. Nur, wenn es unbedingt sein muss … Stricken mit dem, was da ist. Ein schöner Vorsatz. Ich werde das beobachten 😉

 

 

Jahresprojekt

Januar … und wie eigentlich immer um diese Zeit erwischt mich die Frage nach einem Jahresprojekt unvorbereitet. Mag sein, dass mir noch etwas einfällt, aber vielleicht wäre es besser, wenn nicht …

Denn mit Ausnahme des vergangenen Jahres habe ich noch nie „durchgezogen“. Was an sich ja nicht schlimm ist, wären hier jetzt nicht diese Tüten und Taschen mit Jahresprojekt-Anfängen.

2018 waren es Hexagone. Inspiriert hatten mich Bilder des #BeekeepersQuilt auf Instagram. Diese bunten, weichen, kleinen Dinger, die so lustig aussehen und sich so einfach stricken. Fast von alleine. Regelrecht beherrschen mußte ich mich anfänglich, um nicht mehr als eins pro Tag zu stricken. Mit jedem kleinen Wollrest kam die Erinnerung an das, was ich vorher aus dem Garn gemacht hatte und auch das war irgendwie schön.

Bis Ende Juni war alles gut. Wobei … eigentlich nur relativ gut. Denn zunehmend machte ich mir Gedanken darüber, wie ich die Hexagone später verbinden könnte und zu was. Und je mehr mir klar wurde, dass ich für Beides keine (gute) Antwort hatte, umso mehr ließ meine Begeisterung nach. Im Blog kann ich lesen, dass mir schon ab März die Lust fehlte. Irgendwann habe ich die sieben Hexagone einer Woche an einem Tag „nachgearbeitet“. Bald danach habe ich ganz aufgehört.

Seither liegen hier 181 kleine Hexagone, ein Halb-Jahresprojekt sozusagen. Jeder Monat in einer Tüte. (Note to self: hat das erste Halbjahr wirklich drei Tage weniger hat als das zweite und ist das relevant?).

2021 habe ich erwogen, das Projekt wieder aufzugreifen, aber der nötige Schwung fehlte auch da. Stattdessen habe ich dann mit Andrea und einigen anderen Mitstreiterinnen begonnen, die zwölf, im damals brandneuen Buch ‚MasterClass Stricken‘ erklärten Techniken zu lernen.

Das klappte so semi-gut bis immerhin September. Letztlich habe ich zwar viel gelernt, aber mich dabei nicht an die vorgeschlagenen Anleitungen gehalten. Manches gefiel mir nicht so gut, wie gedacht, anderes brauchte ich nicht. Und so war auch das im Herbst vorbei. Wieder kein Jahresprojekt.

2022 wollte ich dann aus gehäkelten Blumen … ja, was eigentlich machen? Ich weiß es nicht mal mehr. Einige sind fertig, deutlich mehr könnte müßte (!) ich machen, um wirklich damit arbeiten zu können. Aufgerafft habe ich mich bisher nicht. Es blieb sowas wie ein Monats-, aber kein Jahresprojekt und jedes Mal, wenn ich den Projektbeutel sehe, reut es mich, mit der schönen Wolle nichts wirklich Schönes zu machen. Aber Häkelblumen ribbeln? Nee.

Kurz: Jahresprojekte erfordern eine Disziplin, die ich nicht habe. Sprint – ja. Marathon – nein.

2023 war die goldene Ausnahme. 24 kleine Julevotter sind tatsächlich bis Anfang Dezember fertig geworden und machen mich stolz. Geklappt hat das allerdings nicht, weil ich mich diszipliniert habe, sondern weil ich nicht alleine war. Monat für Monat habe ich haben wir unter dem Hashtag #julevotter12x2 kleine Handschuhe auf Instagram gezeigt. Jeden Monat zwei mehr. Meine Idee, mein Hashtag – kein Gedanke früher auszusteigen. Egal, wie oft ich darüber nachgedacht habe.

Nun also 2024. Hier liegt die perfekte Wolle für einen zweiten Julevotter-Adventskalender. Außerdem die Anleitung für einen Kalender mit kleinen Socken. Ganz anders, aber ebenso hübsch. Auch dafür hätte ich die richtige Wolle.

Aber hier liegen eben auch Häkelblumen und Hexagone. Vielleicht ist es mein Jahresprojekt, einfach mal aufzuräumen.