Inspiration

Sieht so aus als könnte ich an nichts mehr vorbei gehen ohne „Wolle“ zu denken. Die Frottée-Handtücher zum Beispiel, die ich neulich gekauft habe und von denen seither immer eins in der Küche hängt. Ganz klar Granny Stripes, oder?

IMG_4376Eine Hauptfarbe (bei den Handtüchern ist das jeweils grau) und dann jede zweite Reihe in einer anderen Farbe. Perfekte Wollrest-Verwertung und bestimmt kein Hexenwerk.

Oder die U-Bahn-Station. Jeden Morgen fahre ich hier los und immer denke ich, das sieht aus wie eine Anleitung für Tapestry Crochet. Feste Maschen in verschiedenen Farben wie bei der gehäkelten Strandtasche, die wir im Sommer gemacht haben.

IMG_4457Und dann dieser Regenbogen. Das ist doch ein Schal, oder? Dünn und leicht aus Alpaca oder Mohair.

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Geht Euch das auch so?

 

Lana Grossa: Olympia

Die Wolle (Farbe 033, 100g = 100m, 53% Schurwolle, 47% Acryl) gab es letztes Jahr beim YarnCamp. Aus den zwei Knäueln die ich hatte, habe ich einen Loop gestrickt.

LanaGrossaOlympiaUnd nachdem Mienchen – wunderbar wie sie ist – mir noch ein Knäuel geschenkt hat, gibt es jetzt auch die passende Mütze.

Ich liebe die Farbskala, nicht nur weil wieder Herbst ist. Olivgrün, blutrot, orange, sonnengelb – das sind genau meine Farben. Auch die Struktur der Wolle ist toll: mal dünner, mal dicker, dazu ein schicker (unregelmäßiger) Farbverlauf und zu allem läßt sie sich ganz wunderbar verstricken.

Mütze HäkelmonsterDas eine Knäuel hat ganz genau gereicht für Mütze und Pompom. Trotzdem habe ich in den Pompom noch einen hellen Faden mit eingewickelt. Ich bin mir nicht sicher ob das eine gute Idee war, aber nun ist es so.

Und wenn ich mir Loop und Pudelmütze so ansehe, vergisst sogar ein Mäkel wie ich, dass in der Wolle soviel Kunstfaser drin ist …

Wolle und Kinder

Auf Hi, Jenny Brown häkelt, designt und bloggt Jenny Brown  nicht nur, sie hat auch geniale Ideen wenn es um Wolle und Kinder geht. Deshalb habe ich einen ihrer Blogposts – meinen Favoriten! – einfach mal übersetzt. Inhaltlich, nicht wörtlich aber das reicht für einen ersten Eindruck. Und danach seid Ihr vielleicht neugierig und seht Euch das englische Original an.

Jenny hat 10 Punkte geschrieben, wie man Kinder für Wolle, für Häkeln oder Stricken interessieren kann und dass das klappt, sehe ich jeden Tag zu Hause. Denn das meiste davon habe ich immer schon gemacht. Wahrscheinlich hat mir Jennys Text deshalb so gut gefallen.

Mein Sohn ist 10, er behauptet „an Mami hängt immer ein Fädchen“ und es ist nicht so, dass ihn das nicht interessiert. Im Gegenteil. Er wird trotzdem nie häkeln oder stricken – so weit geht die Liebe nicht – aber das Material, die Idee etwas zu entwerfen, etwas genau so machen zu können, wie man es haben möchte, das alles fasziniert ihn schon.

Und hier sind die 10 Punkte:

1. Make them something to love – Strick oder häkel etwas, das sie lieben können.

Bei uns sind und waren das die Monster. Boo-Boo ist längst nicht mehr so rosa-orange-grün wie er mal war, sein Bauch ist weicher geworden und die „Zahnreihen“ sind blank. Aber nichts und niemand wird so geliebt wie er.

Boo-Boo Sorgenfresser häkelmonster

2. Make the ugly thing you don’t want to make – Strick was Du nie stricken wolltest, weil es so häßlich ist

Auf häkelmonster.com habe ich gerade erst über Schachenmayr-Wolle gemault, weil ich weder deren Farbe noch Qualität mochte. Die Mütze habe ich trotzdem gestrickt, weil Julius das so wollte. Er findet sie toll und ich hoffe, dass er sie bald in der Schule verliert …

Pudelmütze Häkelmonster

3. Let them read your crochet books – Lass Kinder Deine Strick- und Häkelbücher lesen.

Da zieht sich einem innerlich alles zusammen, oder? War bei mir zumindest so. Gemacht habe ich es trotzdem und dann war es gar nicht schlimm. Julius weiß, wie wichtig mir manche Bücher sind und entsprechend vorsichtig ist er damit umgegangen. Lange hat er nicht geguckt, aber lange genug um mir zu zeigen was ihm gefällt.

Strickbücher häkelmonster

4. Involve them in your projects any way you can – Kinder sollten mitmachen dürfen bei Projekten.

Mein Sohn liebt es Quadrate, Sechsecke oder was immer ich habe zur Decke zusammenzulegen. Er sieht Muster, die ich nicht sehe, hat ein System, das ich nicht durchschaue, aber – ehrlich gesagt – ist es mir auch egal. Ich liebe es, wenn er die Einzelteile ausbreitet und immer wieder umeinander schiebt, bis er endlich zufrieden ist. Denn dann bin ich es auch.

Granny Squares Häkelmonster

5. Show them something huge and unusual – Zeig Kindern etwas Riesiges oder Ungewöhnliches, das mit Wolle zu tun hat

Das kann eine Ausstellung sein oder ein Yarn-Bombing. Irgendwas größer als ein Pullover oder witziger als Socken. Julius ist mitgekommen als ich mit anderen Frauen im Rahmen eines Kunstprojektes „Wasser“ für einen Neuköllner Brunnen gestrickt habe. Er hat mitgeholfen einzelne Teile und Decken zum großen Ganzen zusammenzunähen und war tatsächlich richtig begeistert. Schon vor Jahren haben wir zusammen Pompoms in Bäume gehängt (ein anderes Kunstprojekt) und Häkelblumen in der Stadt verteilt, um zu beobachten was damit passiert. Spaß gemacht hat es ihm immer.

BrunnenGestrickt häkelmonster

6. Let them touch your yarn – Gib Deine Wolle frei.

Auch schwer, weiß ich. Kann man aber steuern. Jennys Tip ist grandios: achte beim Sortieren Deiner Wolle darauf was in Kinder-Augenhöhe ist (sie bewahrt Wolle in einem Schrank auf): Lieblingswolle ganz nach oben, Acryl nach unten. Julius hat pinke Acrylwolle durch unseren Garten gespannt und war hoch zufrieden mit dem Ergebnis. Und erst heute mußte ich einen Pompom „opfern“, weil er ihn ganz dringend für irgendein Spiel brauchte. Wenn’s weiter nichts ist …

Woll-Graffiti häkelmonster

7. Explain what you’re doing – Erklär‘ was Du machst, woran Du arbeitest

Für wen es ist und warum, was es werden soll und warum Du glaubst dass der oder die Beschenkte sich freuen wird.

8. Ask them for their input – Frag sie nach ihrer Meinung

Das gehört unmittelbar zu Punkt 7. Mein Sohn ist mein bester Kritiker. Klar mag ich nicht immer, was er sagt („Die Mütze sieht blöd aus“ oder „Fehlt da nicht was?“ oder „Ih, das kratzt aber“), aber meistens hat er Recht. Und irgendwann später kommt dann so was wie „Ist das die Decke, die wir zusammen gemacht haben?“ Ja, ist es. Wir beide zusammen. (Der Blogpost zur Decke ist hier).

AfricanFlower Häkelmonster

9. Put a hook in their hand – Gib ihnen Stricknadeln oder eine Häkelnadel.

Wahrscheinlich werden sie weder häkeln noch stricken (Julius spielt Mikado mit meinen Stricknadeln), aber das ist egal. Sie interessieren sich für Dein Werkzeug.

Mikado Häkelmonster

10. Let them walk away – Lass sie in Ruhe.

Und wenn sie genug von all dem haben, lass sie gehen. Wenn sie mehr wissen wollen, werden sie wiederkommen. Ganz sicher.

My Green Shrug

In summer, I bought this lovely yarn (Woolhair, „Super Kid Mohair“, 55% wool, 30% mohair, 15% polyamide), green as peas, olives, the lawn – my favorite color by far. And I knew it had to become a shrug.

I had no pattern but an idea and kept knitting round after round after round (width: 180cm, height: 40 cm). Finally, two little sleeves and … no more. Because all that was left to do was an endless kitchener stitch seam from one sleave to the other. I dread the kitchener stitch.

Hence, I hid the whole thing at the bottom of my WIP basket. It’s been sitting there, patiently, for weeks until the day before yesterday. A friend was over, we sat chatting and crocheting after dinner and suddenly I felt like finishing the shrug. And I did!

Here it is:

Don’t just LOVE this color?!

The Big Knit – knitting hats with Innocent Smoothies

I first saw innocent’s little brochures at Frankfurt YarnCamp, asking for woolly hats… and I was hooked immediately. (Before that, I didn’t even know innocent existed – turns out they’re not just about smoothies, they actually care about people. Love at first sight! )

Here’s the amazing part: every little hat sold with innocent smoothies comes with a donation to help keep older folks warm, cozy, and connected through the winter. How cool is that?

This year alone, almost 12,000 hats have been knitted in Germany – some of them are actually tiny works of art!

So last weekend, my mother and I jumped in too. She knitted the basic hats from leftover yarn, and I handled the finishing touches – pom-poms, flowers, all the fun stuff (you know I can’t resist flowers 😉). By the end of the day, we had 31 hats ready to go!

If you love crafting and want to help, you have to join in! The deadline is December 1, 2013. Check the German innocent site for patterns, ideas, and all the details—or watch the English video. Trust me, it’s worth it!

Off to the post office to send our little hats on their way – who’s next?!