Seit 2004 sind Weihnachtskarten fester Bestandteil meiner Weihnachtsvorbereitungen. In den ersten Jahren ein Foto auf Karton und auf der Rückseite handgeschriebene Wünsche, wurde es bald eine gedruckte Karte.
Kleinstauflage, 50 Stück.
Immer das gleiche Motiv, an immer der gleichen Stelle, mitten in Berlin. Erst Kleinkind, dann Kind, Teenager und jetzt junger Mann. Wenn ich die Karten nebeneinander lege, erinnern sie mich an ein Daumenkino – vor gleichbleibendem Ort ist er jedes Jahr größer und älter.
Zu alt eigentlich, um sein Bild noch zu verschicken und doch … Die Weihnachtskarte im vergangenen Jahr sollte die letzte sein, aber er möchte es anders. So lange sein Bild verschickt wird, ist die Entscheidung an ihm, sagt er. Also schicken wir nochmal welche, dieses Jahr vom „Kind“ im Weihnachtspullover (was mich unglaublich freut).
Eigentlich sollten sie längst raus sein, aber sie sind es nicht. Der kleine Stapel liegt vor mir, daneben Briefmarken und Umschläge. Meine Aufgabe für heute. Aber noch prokrastiniere ich … schreibe einen Blogpost, keine Karten.
Woran es hängt? Zu den Weihnachtskarten kommt immer auch ein Jahresrückblick auf ein Blatt, so groß wie eine Postkarte. Früher ging es da primär um’s Kind: er geht jetzt in die nächsthöhere Klasse, Lieblingsfach ist Mathe, jede freie Minute spielt er Basketball – sowas halt. Über die Jahre ist dann das Haus dazugekommen, die Renovierungsarbeiten, die beruflichen Veränderungen des Mannes, Familie.
All das möchte kombiniert, in wenigen Zeilen zusammengefasst werden, gleichzeitig soll jedes Ereignis ausreichend gewürdigt sein. Manchmal finde ich ein Zitat, an dem ich mich orientieren kann. 2021 war es eins von Erich Kästner: „Entweder man lebt oder man ist konsequent“. (Wir waren konsequent und wegen des Virus primär zu Hause). Davor war es Schopenhauer, „wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt“. Den Fokus auf das zu legen, was wir haben und es aufzuschreiben, hat damals gut getan und tut es noch.
In einem anderen Jahr habe ich nur die die Tage gezählt: 72 Handwerkertage, 187 Tage, die der Mann nicht in Berlin gearbeitet hat, 365 Tage das Geräusch eines dribbelnden Balles vor der Haustür.
Jetzt also 2024 …
Nicht alles war gut in diesem Jahr. Trauer und Angst, Wut, Verachtung, Ekel, Überraschung und über allem Freude – die 7 Basis-Emotionen geben es ziemlich genau wieder. Der Tod meiner Schwiegermutter, der neue Job des Mannes, das eigene und das Gast“kind“, dazu die Welt da draußen mit allem, was geschehen ist. „Es ist kompliziert“ war früher ein Status bei Facebook. So fühlt es sich an. Aber genau dazu werde ich jetzt schreiben.
Schreibt Ihr Weihnachtskarten?
Verlinkt zum Samstagsplausch bei Andrea


Wenig Advent also.

Kombiniert habe ich die Sockenwolle mit Resten von (mehrheitlich) Merinogarnen. Die Lauflänge ist annähernd identisch und die Jacke wird dadurch deutlich weicher. Linien und Motive sind klar konturiert. Das gefällt mir gut.
Auch eine Collage braucht Kontraste. Das grafische Muster im hellen Rosa war Arbeit, die sich eher nicht gelohnt hat. Mal sehen, ob es sich nach dem Waschen und Spannen, wenn alles glatt ist, besser abhebt. Aber die Sterne, die mag ich sehr!
Die Endmaschen in Kontrastfarbe werden (noch) nicht so, wie ich sie haben möchte. Auch da gibt es sicherlich eine Technik, die verhindert, dass die jeweilige Masche sich verdreht oder zu locker ist, aber die habe ich noch nicht gefunden.
Für breite Motive wird die Ladderback Jaquard Technik empfohlen. Wer das nicht kennt: da werden zusätzliche Maschen in der jeweiligen Hintergrundfarbe eingearbeitet, die wie eine „Leiter“ auf der Rückseite verlaufen. Sie unterbrechen die ansonsten sehr langen Spannfäden. Kompliziert zu erklären und ebenso kompliziert zu stricken – ich habe darauf verzichtet. FairIsle linksgestrickt, die verschiedenen Motive, Raglanzunahmen und Knopflöcher – all das hat mich mehr als genug gefordert. Wer es sich trotzdem dafür interessiert: hier ist ein
Ich werde noch einen Schmetterling stricken, ein Pferd und vielleicht Polka Dots. Vielleicht aber auch nicht. Dann die Arme. Mit Herzen, Karos und Blumen. Mal sehen.
Es gibt Zufallsglück, Lebensglück, Erfolgsglück und Wohlfühlglück sagt die KI. Und Wollen-Glück.
In ganz anderem Zusammenhang sind mir Mimosen vergangene Woche dann noch ein zweites Mal begegnet: auf meine Instagram-Frage nach weicher, 6-fädiger Sockenwolle mußte ich mir die Frage gefallen lassen, ob ich Mimosenfüße hätte? Da konnte ich dann doch drüber lachen.