Was Julius schenkt

Julius hat in der Schule ein Glas Orangen-Marmelade gemacht, die bekommt sein Großvater zu Weihnachten. Der mag so was gerne.

Die gestrickten Blätter haben eine ganz lange Kordel als Stiel und sind schnell gemacht aus Wollresten. Anleitungen gibt es viele und überall. Mal sehen, vieleicht kommt doch noch ein kleines Tuch über den Deckel – da ist das Kind noch unentschlossen.

Weihnachten HäkelmonsterDer Großmutter schenkt er eine Glocke, weil sie Glocken sammelt. Diese hier ist von Lindt und in ihrer Lieblingsfarbe. Ob sie sie essen wird oder aufheben wissen wir nicht 🙂 Die kleine Glocke, die da mit dranhängt, ist von Julius‘ Schokoladen-Nikolaus.

Die Eicheln habe ich nach einer Anleitung von Susanne gestrickt, die ihr auf instagram unter Paula strickt findet. Paula war übrigens Susannes Großmutter, wie ich im maschenfein-Interview gelernt habe – lest es, es lohnt sich.

Weihnachten HäkelmonsterUnd wie sieht es bei Euch aus?

Es ist die 13

Da sag noch mal eine, die 13 sei eine Unglückszahl! Bei mir hat sie gewonnen 🙂

Zufallsgenerator häkelmonsterUnd wenn ich richtig gezählt habe, gehört das Landlust-Buch bald … ach, ich mache das jetzt mal bißchen spannender. Wollt Ihr selber zählen?

Schneeflöckchen ist es leider nicht – sie hat die 1. Die 2 hat Hei-zschi (die gerade Amigurumi-Dinosaurier häkelt. Die habe ich gerade auf ihrem Blog gesehen).

Und die 13? … Tja, N° 13, schick mir gerne ein Mail mit Deiner Adresse, dann geht das Buch in dieser Woche auf die Reise und ist bis zum 24. Dezember sicher bei Dir. Gegen Jubel in den Kommentaren spricht natürlich auch nichts – dann wissen alle anderen auch wer gewonnen hat 🙂

Danke an alle, die mitgemacht haben! Eure Ideen und Tipps habe ich sehr gerne gelesen!

 

Alle Jahre wieder …

Jedes Jahr wieder erwischt mich der Adventskalender kalt. Ganz kalt! Anfang November denke ich dran, wenn noch so viel Zeit ist und dann – peng! – ist plötzlich Dezember.  Bei Euch auch? Zu allem besteht der Sohn auf einem selbstgemachten Kalender: „das Außen“ ist ihm egal. Ob das nun kleine Säckchen sind oder ein Stoff mit kleinen Taschen – Hauptsache „das Innen“ ist individuell.

Einmal, vor ein paar Jahren, musste es dann dringend doch ein gekaufter (Lego-)Kalender sein. Und schon nach einer Woche tat es ihm leid. Jeden Tag Lego ist nicht jeden Tag eine Überraschung und das wissen wir jetzt.

Also überlege ich mir Jahr für Jahr 24 kleine Dinge. Das wird nicht leichter und nicht billiger …

Der Sohn mag keine Schokolade. Ein Glücksfall übers Jahr, aber schwierig zu Weihnachten. Gummibärchen und Kaugummi sind so wenig weihnachtlich. Außerdem habe ich sowieso was gegen einen Kalender voller Süß.

Der Sohn liebt Sammelkarten … (fast) egal, ob Basketball, Fußball, StarWars, Pokemon oder Wrestling. Hauptsache sammeln, haben, tauschen. Ich teile diese Liebe nicht, im Gegenteil. (Alles Verbrecher, die Kindern das Geld aus der Tasche ziehen). Weihnachten mache ich Ausnahmen. Aber nicht 24 Mal!

Flummis, Radiergummis, Schlüsselanhänger, Trillerpfeifen sind ein großer Spaß, zumindest für einen Moment und dann fliegen sie irgendwo in Küche und Kinderzimmer rum.

Kurz: 2012 reichte es mir. Schluß mit dem Kommerz, oder zumindest weniger davon. Stattdessen haben wir – der Mann, das Kind und ich – uns an den Eßtisch gesetzt, jeder mit 5 kleinen Zetteln und überlegt, was wir uns wünschen. Nichts, was man kaufen kann, das war die einzige Bedingung.

Der Sohn (damals 8) war missmutig und nur schwer für die Idee zu begeistern. Schließlich schrieb er “1 x erst um 9 ins Bett gehen” und “1 x pochen “; der Mann wollte “1 Stunde Lego” und “Flohmarkt am Sonntag” und ich träumte von “nach Wolle gucken, ohne dass einer drängelt”. Wir haben die Zettel dann gefaltet, gemischt und der Sohn hat acht gezogen. Die kamen – jeden dritten Tag – in den Kalender, alle anderen kamen ungelesen weg.

Adventskalender HäkelmonsterUnd was zuerst so widerwillig angefangen wurde, war dann das Highlight des Adventskalenders. Den Zettel “Ein Basketball-Spiel im Fernsehen bis zu Ende gucken” hat der Sohn lange aufgehoben und schließlich bei den Play-offs eingesetzt; “in Eurem Bett übernachten” wurde dem Mann und mir Silvester präsentiert. Die “1 Stunde Lego” haben wir an einem Adventssonntag auf dem Wohnzimmerteppich zelebriert und auch gepocht haben wir (für die, die das nicht kennen: das ist ein Gesellschaftsspiel, für das man mindestens zu dritt sein muss. Der Mann mag es nicht). Mein Woll-Wunsch hat es leider nicht in den Kalender geschafft (gezittert hat der Sohn allerdings bis zum 24.), dafür haben wir alle zusammen Kekse gebacken. Und auch auf dem Flohmarkt waren wir nicht (noch mal Erleichterung beim Kind), aber Zuckerwatte auf dem “1 x Weihnachtsmarkt” war mindestens genauso schön.

Dieses Jahr schreiben wir wieder. Julius ist älter geworden und hat gestern unaufgefordert und grinsend “1 x zur gleichen Uhrzeit wie Ihr ins Bett gehen” auf den ersten Zettel geschrieben und “1 x pochen” ist auch immer noch aktuell. Mal sehen, ob ich das mit der Wolle noch mal versuche … 🙂

* * *

Diesen Blogpost habe ich vergangenes Jahr (so ähnlich) als Gastbloggerin bei Frollein Keks geschrieben. Er hat an Aktualität nicht verloren: Wieder ist Dezember, wieder war ich nicht rechtzeitig fertig (in der 10 ist noch nichts drin …), aber gestern gab es Basketball-NBA-Sammelkarten (die mein Chef aus Illinois geschickt hat) und heute morgen „Rummy Cub zu dritt„. Alles ist gut. Es sei denn der Zettel „2 x an den Basketball-Korb gehen mit Mami“ hat es in den Kalender geschafft, davor graust es mir – auch wenn das rührende Kind „wenn es nicht kälter als 10 Grad ist“ ergänzt hat … (glaubt mir, er ginge auch bei -10!)

* * *

Advent 2016. Irre! Und hätte Die Photographin nicht über ihren wirklich schönen Adventskalender gebloggt, hätte ich nicht heute mit Marisa zum gleichen Thema gesprochen, wäre ich nicht (ausnahmsweise) gut vorbereitet, sähe es nicht gut aus.

Aber – never change a winning team – 16 Ideen habe ich (kann ich jetzt nicht schreiben – wer weß wer mitliest) und Zettel schreiben wir morgen.

Macht schon auch Spass wenn Kinder groß werden <3

Wie sehen Eure Kalender aus?

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Rezension: Handarbeiten mit Tweedgarn

„Handarbeiten mit Tweedgarn“ – wie hört sich das an? Nicht so, oder? Dachte ich auch. Aber ansehen wollte ich mir das Buch trotzdem. Aus zwei Gründen: (1) finde ich die Pulswärmer auf dem Titel total schön und (2) war ich neugierig auf ein Buch von Landlust.

Landlust Rezension HäkelmonsterUnd? Was soll ich sagen? Überraschung perfekt!

Im Buch sind 52 wunderschön bebilderte Modelle. Das sieht alles genauso aus wie ich Herbst gerne hätte: tolle Farben, viel Natur, fröhliche Menschen. Mag sein, dass das im richtigen Leben nicht so ist – wir haben hier mehr grau, naß und dunkel zur Zeit – aber vielleicht habe ich es mir gerade deshalb so gerne angesehen. Ein bißchen wie ein Bilderbuch, das mich total inspiriert hat.

Landlust Rezension HäkelmonsterDie Anleitungen sind in vier Kapitel unterteilt: „Mütze, Schal & Stulpen“, „Pullover & Pullunder“, „Rock & Kleid“ und „Zuhause & Unterwegs“. Vieles davon ist nicht neu, aber das will es auch nicht sein. Eher eine Art Nachschlagewerk für Bewährtes – alltagstauglich und trotzdem schön.

Die Einlegesohlen zum Beispiel – ich überlege tatsächlich da eine Art last-minute-Geschenk zu Weihnachten draus zu machen. Wer Gummistiefel trägt, weiß wie widerlich schnell Füße darin kalt werden …

Landlust Rezension HäkelmonsterVielleicht verschenke ich sie sogar in Kombination mit den Stiefel-Stulpen. Beides ist schnell gemacht und nicht schwer.

Landlust Rezension HäkelmonsterAuch der Schalkragen (Anleitung 13) hat mich sofort animiert ihn nachzustricken. Also habe ich das gestern Abend gemacht. Wenn auch aus anderer Wolle, weil ich (noch) kein Tweed hatte. Und dann doch mit minimal verändertem Muster. Wären die Knöpfe schon dran würde ich ein Bild zeigen. Sind sie aber (noch) nicht, also muss das noch warten.

Landlust Rezension HäkelmonsterOder die Pulswärmer auf dem Titel: dafür muss man noch nicht mal Zöpfe stricken können. Sie sind total einfach, wenn auch mit einem Trick – Löcher durch die zum Schluss schmale gestrickte Bänder gezogen werden. Cool, oder? Da muss man auch erst mal drauf kommen!

Landlust Rezension HäkelmonsterEs gibt Ajour-Muster und Fair Isle, Zöpfe und Karos, gestrickt und gehäkelt, für Kinder und Erwachsene. Und ohne dass ich da jetzt alle Anleitungen gelesen habe, behaupte ich sie sind klar verständlich und „wandelbar“ – wer das Fair Isle Muster verstanden hat, macht vielleicht nicht das Kinderkleid sondern eine Mütze draus. Und wer die Zöpfe mag, baut sie in einen Loop ein. Wie gesagt: das Buch ist (für mich) vollgepackt mit Inspiration und mein Kragen ist total schön geworden (ja, ich gehe Knöpfe kaufen …).

Landlust Rezension HäkelmonsterJedes Modell ist aus Landlust-Tweed gemacht. Man braucht deshalb nur eine Maschenprobe für alles. Schwierig wäre für mich die Auswahl der Wolle … Es gibt sie in 22 verschiedenen Farben und jede einzelne ist 100% mein Geschmack. (Seufz …).

Landlust Rezension HäkelmonsterMorgen ist 1. Advent, Zeit für erste Geschenke, oder? Also möchte ich das Buch verlosen. Teilnehmen kann jede, die mir bis zum 2. Advent in den Kommentaren Ideen für „Weihnachtsgestrick“ schreibt. Geheimtipps und Links sind sehr willkommen 🙂

Habt eine schöne und friedliche erste Adventwoche!

Landlust – Handarbeiten mit Tweedgarn ist im Landwirtschaftsverlag erschienen und kostet 16,80 €.

Das Buch wurde mir vom Verlag zugeschickt und gibt meine persönliche Meinung wieder.

Anleitung für einen gehäkelten Engel

Nicht nur den kleinen Stern, auch den Lesezeichen-Engel habe ich schon letztes Jahr um diese Zeit gezeigt – mit Verweis auf Suzie, die ihn entworfen hat. Und weil man Engel irgendwie immer brauchen kann, habe ich die (englische) Anleitung zwischenzeitlich übersetzt.

Engel häkelmonsterFür den Kopf 3 LfM und 11 Stb. in den magischen Ring häkeln. Die Runde mit einer Kettmasche in die oberste der Luftmachen schließen (12 Stb).

Für den Hals 1 LfM, dann 1 KM, 1 fM, 1 KM häkeln (dabei die Kettmaschen nicht zu fest ziehen)

Nun die Flügel:

Erster Flügel: 8 LfM häkeln und wenden. Die erste Luftmasche wird übersprungen und dann werden in die folgenden 7 Maschen diese Maschen gehäkelt: 1 fM, 1 hStb, 1 Stb, 1 DStb, 1 Stb, 1 hStb, 1 fM. Jetzt den Flügel so drehen, dass die Luftmaschenkette oben ist und die gerade gehäkelten Maschen unten; nun in die 3 Halsmaschen wieder 1 KM, 1 fM, 1 KM häkeln.

Dann kommt der zweite Flügel, der genauso gehäkelt wird wie der erste. Das heißt: 8 LfM, dann wenden, die erste dieser Luftmaschen überspringen und dann 1 fM, 1 hStb, 1 Stb, 1 DStb, 1 Stb, 1 hStb, 1 fM. Auch diesen Flügel drehen und dann in jede der 3 Halsmaschen zwei feste Maschen häkeln = 6 Maschen und wenden.

Und nun das Kleid (kleine Anmerkung vorneweg: wer will, kann die Wendemaschen als Stäbchen rechnen, muß man aber nicht – habe ich auch nicht gemacht):

Reihe 1: 2 Wendemaschen, dann je 1 Stb in die ersten 5 Maschen und 2 Stb in die letzte Masche = 7 M

Reihe 2: 2 Wendemaschen, 2 Stb in die erste Masche, je 1 Stb in jede folgende Masche, 2 Stb in die letzte = 9 M

Reihe 3: genauso, also 2 Wendemaschen, 2 Stb in die erste Masche, je 1 Stb in die folgenden Maschen, 2 Stb in die letzte = 11 M

Reihe 4: 2 Wendemaschen, dann 2 Stb in die erste Masche, 1 KM in die nächste, noch zweimal wiederholen (das sollten dann 3 Bögen sein, dabei ist die letzte KM in der 6. Masche, also genau mittig). Jetzt 49 Luftmaschen häkeln, wenden und in die 10. Luftmasche 1 fM häkeln. *4 LfM, 4 Maschen der Vorreihe überspringen, 1 fM in die nächste*. Von * bis * wiederholen, bis nur noch 4 LfM übrig sind. Noch einmal 4 LfM häkeln und dann 1 KM in die gleiche Masche aus der die Luftmaschenkette kam. 3 Stb in die nächste, dann 1 KM, wieder 3 Stb und 1 KM und schließlich 3 Stb in die letzte Masche der Reihe.

Faden abschneiden, durchziehen und vernähen.

Für die Quaste 6 Fäden von je ca. 20 cm Länge schneiden, alle nebeneinanderlegen und zur Hälfte „falten“, die Schlinge durch den untersten Kreis am Ende des Luftmaschenbandes ziehen und die Enden durchstecken. Festziehen und die Enden gerade abschneiden.

Suzie empfiehlt im Anschluß Wasser und Essig im Verhältnis 5:1 zu mischen und den Engel darin einzuweichen. Nach dem Bad überschüssiges Wasser vorsichtig ausdrücken, den Engel so hinlegen wie er sein soll und gut trocknen lassen.

Meines Wissens nach stabilisiert Essig die Farbe – wieso ein Engel Essig braucht habe ich nicht verstanden. „It gives more body“ steht in den Kommentaren – ich werde das ausprobieren.

Engel häkelmonsterUnd dann den Engel verschenken. Das habe ich letztes Jahr auch gemacht. Entweder habe ich ihn mit wenigen Stichen auf eine Karte aufgenäht – als Schutzengel gewissermaßen – oder ihn direkt in ein Buch gelegt und beides zusammen verschenkt. Beides war immer wieder ein Erfolg.