September

„Mitte September“ hätte ich da eigentlich drüber schreiben müssen und nicht nur „September“. So spät war ich noch nie mit meinem Beitrag zu Auf den Nadeln.

Mein August-Projekt – der Schal zur Hochzeit meines au-pair-„Kindes“- ist tatsächlich fertig geworden. Trotz schmerzender Handgelenke und allem. Sogar noch rechtzeitig – dachte ich …

Sechs Tage Zeit hätten die deutsche und die französische Post gehabt um das Päckchen fix in den Süden Frankreichs zu befördern und einer von beiden hat’s vermaselt. (Ich sage jetzt nicht wer das war). Wie dem auch sei: geheiratet hat sie trotzdem und auf den Bildern, die ich gesehen habe, sieht sie sehr glücklich aus.

Lacetuch Häkelmonster Lacetuch HäkelmonsterNun muss nur der Schal wieder auftauchen. Wie gut, dass ich Bilder gemacht habe, bevor er auf die Reise ging (und dass ich ihn per Einschreiben verschickt habe – so kann man ihn wenigstens suchen).

Für September gibt es (noch) kein wirkliches Projekt. Ja, das schwarze Tuch, das wächst so langsam vor sich hin. Aber irgendwie ist bei mir noch nicht wieder „Saison“. Das YarnCamp am Wochenende wird mich inspirieren, da bin ich mir ziemlich sicher 🙂

Lacetuch Häkelmonster

Die Wespe

So richtig selbstgemacht ist nichts auf dem Bild, wenn man mal davon absieht, dass ich es gemacht habe. Und auch keine Wolle weit und breit. Damit passt es genau genommen nicht in diese #30DaysOfBlogging Challenge …

Ich weiß auch, dass ich mein Mobiltelefon im Auto nicht anfassen darf. Aber (1) stand ich an einer roten Ampel und (2) habe ich weder telefoniert noch eine Nachricht verschickt. Ich habe nur ein Bild gemacht durch die erstaunlich saubere Windschutzscheibe.

Wespe HäkelmonsterToll, oder? Man glaubt fast es wäre noch Sommer.

Morgen Abend fahre ich zum YarnCamp nach Frankfurt! Zwei Tage Wolle, Blogger/innen (wieder)sehen, sich austauschen, fachsimpeln, lernen – ich freue mich drauf! Und für all die, denen das YarnCamp jetzt nicht auf Anhieb ‚was sagt: 2013 und 2014 habe ich jeweils darüber gebloggt (2013 auf meiner englischen Seite und 2014 auf deutsch) – lest es gerne nach.

Damit habe ich den Dreh zu „Wolle“ und „selbstgemacht“ wohl gerade noch mal hinbekommen. 🙂

Baumwolle statt Mikrofaser

Im Büro habe ich mich gestern mit einem Parkettleger unterhalten. Eigentlich ging es um die Wohnung vom Chef, aber weil wir hier zu Hause auch Holzboden haben (geölte Dielen), habe ich ihn gefragt was ich immer schon mal wissen wollte.

Nun weiß ich also dass man alles „Öl“ nennen darf, was eine ölige Konsistenz hat (aber deshalb nicht zwingend Öl ist), dass es Sinn macht ein teureres Reinigungszeug zu kaufen (und nicht das billige aus der Drogerie) und dass man Holz nie nicht mit Mikrofaser wischen sollte, weil Mikrofaser diese kleinen „Widerhaken“ hat, die es so effektiv reinigen lassen, die aber mit jedem Wischen ein wenig mehr Öl (und damit Schutz) vom Holzboden nehmen.

Also habe ich eins und eins zusammengezählt und gedacht, dass das dann wohl auch für die Holz-Arbeitsflächen unserer Küche  gilt. Und was liegt im Schrank? Viele bunte Mikrofaser-Lappen (oops …).

Baumwolllappen HäkelmonsterHabt Ihr mal versucht Baumwoll-Lappen zu kaufen? Um es kurz zu machen: ich war nicht sehr erfolgreich. Die gibt es irgendwie kaum noch. Also habe ich gestrickt. Kraus rechts, reine Baumwolle, Farbe egal. Ist ja nur ein Test.

Mal sehen, ob ich mich daran gewöhne.

LINKe Maschen

Immer wieder finde ich Seiten im Netz, die mich total inspirieren. Weil sie überraschend sind oder berührend oder einfach nur schön. Das können Anleitungen sein oder Bilder oder ganze Blogs. Mit LINKe Maschen werde ich ab sofort immer mal wieder genau einen Link mit Euch teilen.

Den Anfang macht ein Mystery KnitAlong des berocco design studio. Irgendwie hatte ich den Beginn des KnitAlong verpasst und wurde deshalb erst aufmerksam als ich die vier fertigen Quadrate gesehen habe, die die Basis für eine Decke sein sollen.

berroco design studio
© berocco design studio

Überzeugt haben sie mich nicht. Gar nicht. Trotzdem habe ich dann doch auf den Textanfang geklickt, um zu lesen was dahinter steckt. Seiher klicke ich da jeden Tag wieder drauf, weil ich die Möglichkeiten des Zusammenlegens der Quadrate so sensationell finde, dass ich gar nicht genug davon kriegen kann.

Hier sind die Varianten und hier die (englischen) Anleitungen zu den vier Quadraten. Nichts als rechte Maschen und unendliche zu vernähende Fäden.

Und? Klasse, oder? Meine Lieblingsvariante ist diese hier:

© berocco design studio
© berocco design studio

Das sieht doch aus wie gemalt! Vielleicht gucke ich doch noch mal was ich an Wollresten habe …

Maschenproben

Macht Ihr Maschenproben? Ich – ehrlich gesagt – nicht. Nie. Wobei … manchmal stricke ich drei oder vier Reihen in glatt rechts um zu gucken ob mir das Maschenbild gefällt oder ob ich nicht doch dünnere Nadeln nehme, aber eine richtige Maschenprobe ist das nicht.

Zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich auch selten Dinge stricke, bei denen jeder Zentimeter entscheidet. Bei Decken, Tüchern oder Schals sind mir die exakten Maße egal. Wenn Kindersachen zu groß sind, verlasse ich mich drauf dass das Kind noch wächst und Socken habe ich so viele mit immer der gleichen Wolle gestrickt, die stricken sich von alleine und passen trotzdem.

Und doch hat es mich am Sonntag gepackt. Ich denke schon seit einer Weile über Mosaik-Stricken nach und da müssen Wolle, Nadelstärke und Muster wirklich zusammen passen. Also stricke ich kleine Probestücke. Drei sind fertig und ich tendiere zu dem grünen Muster auf beige.

Mosaik Stricken Häkelmonster
Cascade 220 Sport (3,5er Nadeln / 15M = 7cm)
Mosaik Stricken Häkelmonster
Regia Sockenwolle (2er Nadeln / 15M = 5cm)

Was meint Ihr? Die Idee ist ein breiter Schal (so um die 35 cm).