Punkte

Pünktlich zum Ende des Sommers ist vorgestern mein Sommerprojekt fertig geworden. Und ich bin begeistert! Auch wenn es bisher nicht gebadet hat und die Fäden noch nicht vernäht sind. Spannen werde ich es eh nicht, glaube ich. Das würde den Punkten nicht bekommen – es wäre vorbei mit der „Luftpolsterfolie“ und das wäre schade. Schließlich ging es (mir) doch immer genau darum.

Damals, beim ersten YarnCamp (war das wirklich 2013?!), habe ich Kathi gefragt, ob sie mir zeigen kann, wie man Punkte strickt. So haben wir uns kennengelernt!

Zwei (drei?) Jahre danach habe ich die Anleitung für den IceCream Shawl auf Ravelry gesehen und unter meinen Favoriten gespeichert.

Aber – gut Ding‘ will Weile haben – und so dauerte es nochmal bis September 2017 bis ich bei BerlinKnits (übrigens wieder mit Kathi. Und mit Pia) angefangen habe nach passender Wolle zu suchen. Rot und weiß wollte ich haben, wie ein Marienkäfer … Ich kann ja immer noch drüber lachen, dass mich da niemand korrigiert hat.

Gefunden habe ich das, was ich haben wollte, schließlich Anfang des Jahres bei der Wollnerin. Drei Stränge Sockenwolle: zwei in natur, der dritte handgefärbt in wunderbarstem Rot. Gestrickt habe ich allerdings auch dann noch nicht, weil Haus, Motten, andere Projekte wichtiger waren schienen.

Und so hatte ich das Tuch erst Anfang August als Sommer(ferien)projekt auf den Nadeln.

Jetzt ist es fertig! Ziemlich groß (210×44 cm), wunderbar weich, mit unerwartet spannender Rückseite – alles toll! Bis auf den Fusch … Ich sehe ihn. Immer. Ihr seht ihn auch. Guckt weg bitte …

Wie war das noch? It’s not a bug – it’s a feature … Ich muss nur noch rausfinden wofür.

In the wake of Summer

All of a sudden, Instagram is full of hats, cardigans, yarn delight – are you serious? Do you really want it to be cold again? Socks on your feet and yarn wrapped around your shoulders? Well, not me. Not yet!

Knitting? Yes! Wearing knitwear? NO!

If I was to decide, there would be more summer and more light. Barefooted, breakfast outside. Just like summer vacation. It was so good! Even without us doing much.

Then again … that’s no quite true as we were athletes by necessity (if that makes any sense at all). Instead of roads or paths the city had lots and lots of stairs. 130 to the supermarket, 42 to the beach, 68 to go downtown. Wide and narrow steps, stairs, steps, stairs. Now, I have thighs like … well, let’s change subject …

Luckily, the boy is back on track. He’s happy again. Not only did he recover, he decided on what to do next and – ta-daah! – it’s basketball. Not that anyone ever had a doubt he would keep on playing, however in another (smaller) league. A very cool team, a club with a great concept, plus he can go there on his own (without me driving him) and – first and foremost – he loves it. Hence, even at 37°C his hands were mostly glued to the ball.

What else did we do? Unlike previous years, I hardly knitted any leaves. Looks like I am done with leaves. Besides, it was so hot, so incredibly hot, that nothing but water would do.

Nonetheless, I have been working on a summer project. I had wanted something like the IceCream Shawl for a long time. With significantly thinner yarn and only two colors, the result is soft and with a sensational backside. I finished it last night – more pictures to follow once I have woven in the ends.

10 days ago, school started again. The man in my life is back at work, I juggle son, job, household. Daily routine. A little cooler day by day. A little darker.

And whenever that starts to scare me I look at my version of the IceCream Shawl. Maybe fall isn’t that bad after all …

 

 

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Sommer Nachwehen

Auf Instagram sind jetzt überall Bilder von Wollmützen, Wolljacken, Wolljubel – meint Ihr das ernst? Wollt Ihr das echt schon wieder? Socken an den Füßen und Wolle am Hals? Ich ehrlich gesagt nicht. Da bin ich noch weit (!) von entfernt.

Stricken? Ja! Tragen? NEIN!

Noch nicht. Wenns nach mir geht, kann es gerne noch eine Weile warm und vor allen Dingen hell sein. Immer barfuß und Frühstück draußen. So, wie in den Ferien. Das war so schön!! Auch ohne dass wir viel gemacht haben.

Wobei das so nicht ganz richtig ist. Wir waren notgedrungen ungemein sportlich … Denn statt Straßen oder Wegen gabs am Ferienort unfassbar viele Treppenstufen. 130 bis zum Supermarkt, 42 zum Strand, 68 in die Stadt. Stufen, Stufen, Stufen. Ich hab‘ jetzt Oberschenkel wie … ach, lassen wir das.

Und auch dem Sohn gehts wieder gut. (Danke für Eure so wunderbaren Kommentare hier und überall sonst!!) Er hat sich nicht nur erholt, sondern auch entschieden, wie es für ihn weitergeht: Überraschung – er wird Basketball spielen 🤣 (als ob da irgendjemand je dran gezweifelt hätte …), wenn auch zwei Ligen weiter unten. Coole Mannschaft, großartiges Vereinskonzept, logistisch machbar, ohne dass ich ihn immer fahren muss und – vor allen Dingen – jede Menge Spaß. Genug Vorfreude, um auch in den Ferien kaum einen Tag ohne Ball unterwegs gewesen zu sein.

Was war sonst? Im Gegensatz zu den Vorjahren habe ich kaum Blätter gestrickt. Ich glaube, nach drei Jahren bin ich damit durch. Außerdem war es so heiß, so unfassbar heiß, …

Klar gab es trotzdem ein Sommerprojekt. Hier ein Bild von den Anfängen. Dazu inspiriert hat mich die (Kauf-)Anleitung des IceCream Wrap. Mit deutlich dünnerem Garn und nur zwei Farben ist das Ergebnis schmuseweich und mit sensationeller Rückseite. Seit gestern Abend ist es fertig – Bilder davon kommen bald.

Vor 10 Tagen hat die Schule wieder angefangen. Der Mann ist wieder im Rheinland, ich jongliere Sohn, Job, Haushalt. Alles wie immer. Nur jeden Tag ein bißchen kühler, ein bißchen dunkler.

Und immer dann, wenn mich das gruselt, gucke ich mir dieses Tuch an. Mein Fliegenpilz. Vielleicht wird der Herbst ja doch ganz schön …

 

Hemp

A wonderful friend has sent me a skein of hemp yarn from Sweden. 100% hemp. It got here the day before yesterday and since then I can’t get it out of my mind.

Hemp fascinates me. I really like its shimmer. It reminds me of hair. However, unlike (my) hair, hemp is rather brittle. And it has a funny smell to it. Therefore, it may not be suitable for garments. Even though it is rather thin – just like sock yarn.

Maybe I should crochet a basket. But … a basket crocheted with a yarn that thin? The basket would have to be either tiny to be sturdy enough or I would have to crochet around a rope. (Not to mention that it would take forever to make …).

Knitting a bag might be a better idea. Another Edda? (Having made two already, I am not too thrilled by the idea of making another).

It is a 400 grams skein with approximately 800 meters. So far, I have winded it as much as I could. For now, it is nothing but a huge cake. And all I need is a cool idea!

What would you make out of it?

 

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Hanf

Meine wunderbare Freundin hat mir einen Strang Hanf aus Schweden mitgebracht. Hanf! Vorgestern kam er bei mir an und seither denke ich darüber nach, was ich daraus machen könnte.

Hanf als Material fasziniert mich. Ich mag den Schimmer. Irgendwie erinnert mich das an Haare. Aber Hanf ist viel rauher. Und auch der Geruch ist gewöhnungsbedürftig. Kleidungsstücke kann man da also eher nicht draus machen. Wobei das Garn dünn genug wäre. Es entspricht ungefähr 4fädiger Sockenwolle.

Ein Korb könnte es werden. Wobei … ein Korb mit 2,5er Nadeln gehäkelt? Der müßte dann entweder winzig sein um die nötige Standfestigkeit zu haben oder ich müßte ein Seil mit reinhäkeln. (Mal ganz davon abgesehen, dass ich da endlos dran sitzen würde …).

Vielleicht mache ich besser eine Tasche. Noch eine Edda? (Och nö … Ich habe doch schon zwei).

Der Strang wiegt 400 gr. Ich schätze, es sind um die 800 m. Die habe ich jetzt erstmal gewickelt … so weit es mit meinem kleinen Wickler ging. Und jetzt brauche ich bitte ganz dringend eine richtig coole Idee!

Also: Was würdet Ihr damit machen?