Kinderkleid mit Knopf

Eigentlich wollte ich nur für das Little Sister’s Dress in meinem Knopfglas nach roten Knöpfen suchen. Aber das habe ich dann vergangene Woche zum Anlaß genommen, endlich (!) mal alle (geerbten, geschenkten, gefundenen, gekauften) Knöpfe zu sortieren … War echt an der Zeit. Denn egal wie schön so ein großes Glas voller Knöpfe aussieht – praktisch ist es nicht. Jedes Mal wieder den Inhalt des Glases auf ein Tablett zu kippen, weil der Knopf, den ich möchte, immer ganz unten ist, hat schon lange genervt.

Der Holzkasten mit Glasdeckel ist (glaube ich) für Teebeutel gedacht, aber auch ein wunderbares Knopf-Zuhause.

So schön ist es geworden!

Und einen passenden Knopf hat das Kleid jetzt auch. Leider nur einen (mehr hatte ich nicht). Laut Anleitung sollen zwei Knöpfe dran, geht aber auch so.

Das Little Sister’s Dress war schon ganz lange auf meiner „Strickliste.“ Ich habe es aus korallenroter Catania in der Größe für 0-3 Monate gestrickt und weil das Garn dicker ist als in der Anleitung angegeben, wird es wohl einem 6 Monate alten Baby passen. Genau das soll es auch.

Ich bin total begeistert von der Idee, dass ein kleines Mädchen es jetzt – als Hängekleidchen – bekommt und tragen kann, später im Herbst (mit langen Ärmeln drunter) als Tunika und nächsten Sommer als Top.

Damit ist die Tragezeit deutlich länger als die Strickzeit – was in der Regel bei Babysachen (gefühlt) nie der Fall ist  : )

Schöner kleiner Strick, davon mache ich bestimmt noch eins. Wäre es meine Anleitung, hätte ich die niemals (nie!) einfach so ins Netz gestellt. Glück für uns alle, dass die Designerin das anders sieht. Guckt es Euch einfach mal an.

Wool from Saxony-Anhalt

‚My sister does not knit‘ would be an understatement. Unfortunately, it’s more like: she doesn’t care about yarn, is neither interested in design nor in the craft itself (at all).

And yet she surprised me a few days ago with a little something, a thoughtful present. No birthday, no nothing – just like that. Because she saw it and thought of me.

What can I say? Bull’s-Eye!

Four balls of yarn, perfect and round by Werkstatt Holzwolle. Red, blue and two shades of green, 212 grams in all. Wool from mountain sheep, slightly scratchy, washed and spun without further chemical treatment. Mountain sheep, which – and that really pleases me – live barely 50km away from my parents‘ house (and I didn’t even know they existed …).

I keep looking at those balls of yarn, winded up so tightly without a ball band or anything. The colors are beautiful. It should be enough yarn for a kid’s cardigan. Or maybe gloves.

My sister says she had been to a market in the area and when passing by the yarn stall she just knew she had to give some to me. However, she had no idea what to get, what I might like and therefore she had just reached into the box with the leftovers.

What I might like?? Wool of happy sheep, sheep that I can actually visit if I like to. Local yarn. Yarn with a story to tell.

Just like the yarn she gave me ❤︎

When was the last time you got all excited about a specific yarn?

 

 

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Wolle aus Sachsen-Anhalt

‚Meine Schwester strickt nicht‘ wäre eine schamlose Untertreibung. All das, was mich rund um Wolle, Design und Verarbeitung begeistert, interessiert sie nicht, interessiert sie überhaupt gar nicht – das trifft es schon eher.

Und doch hat sie mir vor ein paar Tagen Wolle geschenkt. Ohne Geburtstag, ohne Anlaß – einfach so. Weil sie sie gesehen und an mich gedacht hat.

Was soll ich sagen? Ein VOLLTREFFER!

Vier kugelrunde Knäuel der Werkstatt Holzwolle. Zusammen 212 Gramm in rot, blau und zwei Mal grün! Wolle von Bergschafen, bißchen kratzig, gewaschen und gesponnen ohne weitere chemische Behandlung. Von Bergschafen – und das ist das Beste – die kaum 50km vom Haus meiner Eltern entfernt leben.

Ich muss die Knäuel immer wieder angucken. Weil sie zu so strammen Kugeln gewickelt sind, ohne Banderole, ohne alles. Und weil ich die Farben mag. Wahrscheinlich stricke ich eine Kinderjacke draus. Oder vielleicht Handschuhe. Dafür reicht es bestimmt.

Meine Schwester sagt, sie habe an einem Stand auf dem Markt in der Gegend „einfach mal in die Restekiste gegriffen,“ weil sie ja gar nicht gewußt habe worauf man achten muss bei Wolle und was mir gefällt.

Was mir gefällt?? Wolle von glücklichen Schafen, von Schafen, die ich besuchen kann, wenn ich möchte. Wolle, die ich einer Gegend zuschreiben kann.

Wolle wie die, die ich jetzt habe. ❤︎

Wann habt Ihr Euch zuletzt über ein bestimmtes Garn gefreut?

Modifying Socks. Tolerable?

My friend Tamara’s mother knitted socks for me. Just because. Hence, totally unexpected, I now own a pair of super-beautiful, colorful socks.

Of course, I had to try them on, the minute they were given to me (way over 85°F outside …). So pretty and they do fit – the highest bliss, if it had not been for the socks‘ toe section.

It was way more pointed than my toes and as the lovely knitter had pulled the thread several times through the last stitches, there was now a solid little „knob“ at the top of each tip, pinching my feet …

I wasn’t sure what to do with it. Hoping for the knob to soften with time or for my toes to get used to it? Put the socks away as it is too hot outside anyway? Stop being difficult? Or redo the socks‘ oe section …

I decided for the latter, unraveled and grafted the toes using kitchener stitch.

However, now that the socks are super comfortable, it feels like I did something wrong. My friend’s mother had made them for me. And every sock knitter knows how much time and affection is in a sock. I changed it nonetheless. Was I entitled to do that?

What would you have done?

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Sockenspitzen-Manipulation. Erlaubt?

Die Mutter meiner Freundin Tamara hat Socken für mich gestrickt. Einfach so. Total unerwartet besitze ich also jetzt ein Paar superschöner, bunter Socken.

Klar, dass ich sie sofort angezogen habe (bei weit über 30°C). Alles prima, passen tun sie auch – höchste Glückseligkeit also, wäre da nicht die Spitze (gewesen) …

So spitz, wie meine Zehen nicht sind und weil sie offensichtlich den Faden mehrfach durch die letzten Maschen gezogen hatte, war nun an der Spitze der Spitze (an der Formulierung könnte ich vielleicht nochmal arbeiten) ein fester kleiner „Knubbel,“ der drückte.

Ich war mir nicht sicher, was ich damit machen soll. Hoffen, dass der Knubbel mit der Zeit weicher wird oder die Zehen sich gewöhnen? Die Socken erst mal in die Schublade packen, weil’s eh zu warm ist draußen? Mich nicht so anstellen? Oder die Spitze neu stricken …

Ich habe mich für Letzteres entschieden, geribbelt und zusammengenäht.

Und auch wenn diese tollen Socken jetzt (für meine Füße) super bequem sind, fühlt es sich an, als hätte ich etwas Verbotenes getan, indem ich ein so liebevolles Geschenk im wahrsten Sinne des Wortes „umgestrickt“ habe. Oder ist es eigentlich gar nicht so schlimm?

Was hättet Ihr gemacht?