Im Sommer 2017 habe ich mir die Anleitung für die schöne Jacke Ambling Alp von Hey Mama Wolf auf Ravelry runtergeladen. (Zumindest meine ich, dass das schon 2017 war, sicher bin ich mir nicht).
Monatelang war Ambling Alp danach ganz oben auf meiner Strickliste. Nur kam die Jacke nie auf meine Nadeln. Warum auch immer.
Im Frühjhr 2019 habe ich dann mit dem Alpaka-Garn von Hess Natur eine andere Jacke angefangen. Ohne Anleitung. (Wer braucht schon Anleitungen?) Kleiner V-Ausschnitt, Raglan-von-oben, schmale Arme, easy peasy. In meiner Erinnerung habe ich mich hingesetzt, um zu stricken und erst wieder aufzustehen, als die Jacke fertig war. Inklusive vernähter Fäden.
ich wußte genau, wie sie an mir aussehen würde, nur hat sie mir den Gefallen leider nicht getan … Der Kragen saß überhaupt nicht. (Von wegen niemand braucht eine Anleitung). Ich habe eine Weile gegrollt, das ganze Ding wieder geribbelt (mich über jeden vernähten Faden geärgert), im Mai auf Instagram gejammert und die Wolle weggepackt.
Weit weg.
Zwei Jahre hat es dann noch mal gedauert, bis ich schließlich diesen Sommer auf die Idee gekommen bin, Wolle und Ambling Alp zusammenzubringen.
Das ging eine Weile gut, bis ich gemerkt habe, dass die Wolle nicht reicht. Und weil es ein „Once In A Lifetime Projekt“ von Hess Natur war (also keine Wolle, die im Laden im Regal liegt), gab es nirgendwo Ersatz. Wirklich nirgendwo. Nicht bei den Strick-Freundinnen, nicht bei Ravelry und schon gar nicht bei HessNatur. Ich freue mich immer noch über all die, die meine Instagram Suche in ihren Stories geteilt haben, nur geholfen hat das alles nicht.
Also habe ich den fertigen Ärmel geribbelt, alles wieder weg gepackt (dieses Mal noch weiter weg) – und verdrängt vergessen … Ab und an fiel es mir zwar wieder ein, aber nichts konnte mich motivieren, eine Entscheidung zu treffen, wie es mit der Jacke weitergeht.
Bis gestern Abend.
Ich habe (tatsächlich ungeplant) die Einzelteile vorgekramt, zusammengenäht, alles umhäkelt und Knöpfe drangemacht. Sechs, weil ich keine sieben hatte. Egal. An einem Abend war alles fertig.
Nicht das, was ich haben wollte. Aber fertig! Und manchmal ist es genau das, was zählt.
Zur Jacke Ambling Alp: tolle Anleitung, perfekte Passform, kein SchnickSchnack – wirklich schön und – als wäre das nicht genug – kostenfrei. Irgendwann mache ich mich da noch mal dran.
und weil’s farblich so schön zu ihren Projekten passt, geht dieser Post jetzt zum Nadelgeplapper bei Andrea 💜.



Die Woche war voll und ich könnte noch so viel mehr schreiben. Vom Wahlsonntag und unseren Erlebnissen als Wahlhelfer:in, vom so schönen (und leider doch kurzen) Besuch der Strickmamsell hier in Berlin, von einem Tag in Sachsen-Anhalt und dem gestrigen Abend bei Freunden, der so spontan wie nett war – aber nichts davon will raus. Die Sätze hängen fest.
Die Idee Deiner Pulswärmer mit Helixstreifen zum Beispiel. Unser erstes Projekt. Die Helixstreifen fand ich toll – aber Pulswärmern, wenn der Sommer schon um die Ecke guckt? Nicht für mich. Also habe ich
Dann kam April und mit ihm das Brambling Tuch von Bristol Ivy, um
Im Mai war dann die Sache mit Alex, der Maus. Ich habe so sehr über diese Maus geschimpft – weißt Du das noch?
Die
Ab und an habe ich das Buch noch in der Hand, aber mir fehlt die Lust, weiter damit zu arbeiten. Bitte sag, dass Du das verstehst.
Irgendwann später, als das Baby längst da war und wir uns eher zufällig auf der Strasse trafen, zog sie dann die (inzwischen zu) kleine Mütze aus der Tasche, lachte und sagte, dass sie die nun für immer aufheben würde. Als Erinnerung an diese ersten Wochen.
Das wiederum hat mich so gefreut, dass ich gleich „rübergeschoben“ habe, was ich an Baby-Gestrick noch hatte: eine weitere Mütze, eine kleine 
Wann immer das nächste Kind in der Nachbarschaft zur Welt kommt – ich bin vorbereitet 💚.
Für mich ist nicht nur Stricken wie Handschrift (Jede/r strickt anders), auch das Schreiben von Anleitungen kann eine Fremdsprache sein … Absätze, die ich mehrfach lesen muss, um zu verstehen, worum es überhaupt geht.


Cool wäre, wenn ich jetzt Bilder von