Das Blocking Board

„Wow! Ein Blocking Board!“ müsst Ihr jetzt sagen, „wo hast du das denn her?“ „Das war mein Weihnachtsgeschenk“, werde ich dann antworten und dass es kompliziert war. Sehr kompliziert.

Ich wollte dieses Board schon lange. Also habe ich Scheepjes im vergangenen April angeschrieben.

So ist es meistens: Ich sehe etwas, möchte es, bestelle und kaufe es. In 33% aller Fälle klappt das.

In 66% aller Fälle nicht. Dann ist das, was ich möchte, teurer als gedacht und ich bin nicht bereit so viel Geld dafür auszugeben oder das, was ich möchte, möchte ich dann doch nicht mehr so gerne oder es ist mühsamer als gedacht dranzukommen, also lasse ich es. Kurz: in 66% der Fälle klappt es nicht und das liegt dann an mir.

 

1% – dieses eine, letzte Prozent – ist kompliziert. Denn manchmal geht es einfach nicht – warum auch immer. Karma.

So war es bei dem Board. Scheepjes schrieb wunderbare Mails, aber irgendwie wurde das nichts. Also habe ich eine Weile vor mich hin gemeckert und bin dann drüberhin gekommen. Schließlich häkel ich eh kaum noch. Und so gerne wollte ich das Board ja doch nicht (dachte ich), brauchen tue ich es auch nicht (dachte ich) und schön ist es auch nicht (dachte ich).

Gedanken, die ich so – zugegeben – mit dem Mann nicht (mehr) geteilt habe. Er mußte nur zu Beginn mein Meckern meinen Kummer ertragen.

Und weil er ein wunderbarer Mann ist und weil bis Weihnachten ja noch lange hin war, hat er angefangen mit Scheepjes zu verhandeln, sie zu bezaubern, ihnen zu schreiben. So lange, bis er das Ding (kaum acht Monate später) hier in Berlin hatte.

Beharrlichkeit nennt man das wohl. Oder Liebe. Oder beides.

Wie es nun genau geklappt ist, wie ein himmelblaues Scheepjes Blocking Board den Weg in unser Haus gefunden hat, hat er mir nicht gesagt. Nur, dass auch ein Weihnachtsmann Geheimnisse haben müsse.

Da habe ich nicht widersprochen.

Und nachdem hier noch ein paar Quadrate lagen, habe ich die gestern gleich mal naß gemacht und gespannt. 12 Stück. Nicht genug für was auch immer. Vielleicht häkel ich ja doch noch ein paar mehr …

Green Sleeves

Last night, I finally (!) finished the second sleeve of my green Tussah silk cardigan. I really want to finish this project before starting something new.

When almost done – literally one row before binding off – I realized that there were too many decreases. One sleeve 12 stitches smaller than the other.

No one will know? Everybody will. I will.

Tussah Silk green Cardigan HäkelmonsterHence, I frogged it all the way up to the elbow and went to bed. And yes, I was in a bad mood. Lights off at 9:30pm.

Today, I am awake.

It will be a better day. As long as I do not (yet) look at that cardigan …

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Grüne Ärmel

Gestern Abend habe ich endlich (!) den zweiten Ärmel an der grünen Jacke zu Ende gestrickt. Diese Jacke muss fertig sein, damit ich mit dem Birkin Pullover anfangen kann.

In der vorletzten Reihe habe ich gemerkt, dass ich sechs Mal zu oft abgenommen habe. Ein Arm zwölf Maschen schmaler als der andere.

Sieht man nicht? Sieht man doch. Ich sehe das.

Also habe ich alles bis zum Ellenbogen wieder aufgeribbelt und bin ins Bett gegangen. Fragt nicht nach meiner Laune. Licht aus um 21h30.

Heute morgen bin ich wach. Heute wird ein besserer Tag. Ich darf nur die Jacke (noch) nicht angucken …

Rubberduck

The sun was wonderful today, the sky was as blue as a sky can be and all of a sudden the Christmas tree in our living room seems to be out of place. Had I not heard a coverage on the radio this morning about the 12 holy nights between Christmas Eve and January 6 (the so-called Twelfth Day) I would have sworn that Christmas is months ago …

Well, it is not. At least not on my blog. After all, I can show you now what I have been working on all through December. Those rubberduck socks for example. My sister loves rubberducks in all their nature and form of appearance and has quite a collection. Of course, I had to cast on a pair of socks for her, when Sophia discovered the pattern. I did it secretly though.

I started the first sock top-down (left) … only to realize that those ducks looked grumpy with their beaks not being a “v” but upside down. Hence, I frogged them and started over – this time toe-up (as suggested by the designer) and all at once they were much better (right).

Thereafter, I kept knitting happy ducks and in due time a pair of socks was done.

My first pair in a two-colored pattern and I have learned a lot. Not only, that one stitch can change everything. Furthermore, I know now that I need to cast on more stitches when knitting in two colors (60, not 48), that stretched ducks look funny and that even for socks gauge swatches may make sense. Because ducks are ducks and could not care less about foot length. Hence, one can only adapt the length of the sock by modifying the toe section or by changing the number of rows between ducks. And it is easier to calculate before knitting the actual sock than while …

rubberduck socks häkelmonsterWhat I really like is the variegated yarn. Regia Denim looks like water to me (hard to see in the picture).

What I do not like: pictures of socks. Whether you take them with or without a foot inside – they hardly ever look nice. Usually the wooden feet work wonder but not this time as they are to small (the heel is wrong placed). Sigh …

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Enten-Socken

Draußen war heute wunderbarste Sonne, der Himmel war blau und auch wenn der Weihnachtsbaum noch im Wohnzimmer steht, passt er da irgendwie nicht mehr hin. Hätte ich heute morgen auf dem Weg ins Büro nicht einen Beitrag zu den 12 heiligen Nächten zwischen Heiligabend und den Heiligen Drei Königen im Radio gehört, würde ich wahrscheinlich schwören, Weihnachten ist Monate her …

Aber: ein bißchen Weihnachten hier und da kommt doch noch. Zumindest im Blog. Weil ich das, was ich im (und für) Dezember gestrickt habe, jetzt zeigen kann. Zum Beispiel die Rubberduck Socken für meine Schwester. Die sammelt nämlich Gummienten in allen Größen und Verkleidungen – klar, dass ich deshalb sofort reagiert habe, als Sophia die Anleitung entdeckt und gezeigt hat. Aber eben heimlich.

Die erste Socke habe ich am Bündchen angefangen (linkes Bild) … um ganz schnell festzustellen, dass das zu ziemlich mißmutigen Enten führte. Das auf dem Kopf stehende „v“ als Schnabel hat ihnen so überhaupt nicht gestanden, dass ich alles wieder aufgeribbelt und im Zweitversuch – wie im Muster angegeben – die Socken an der Spitze begonnen habe. Und? Viel besser! (rechtes Bild).

Weiter gings also mit den freundlichen Enten und rechtzeitig zu Weihnachten waren die Socken fertig.

Mein erstes Paar mit zweifarbigem Muster und ich habe viel gelernt. Nicht nur, daß (1) eine falsche Masche alles verändern kann (siehe Schnabel), auch daß ich (2) für Mustersocken mehr Maschen anschlagen muss als normalerweise (60 statt 48), dass (3) gedehnte Enten komisch aussehen und dass es (4) Socken gibt für die man besser eine Maschenprobe machen sollte. Denn Ente ist Ente und nimmt wenig Rücksicht auf Fußlängen. Die Größe anpassen kann man deshalb nur über die Länge der (entenfreien) Spitze oder über die Zwischenräume zwischen den einzelnen Entenreihen. Und das berechnet man besser vorher …

Was ich sehr mag (und was in den Bildern nicht wirklich rüber kommt) ist das blaue Regia-Denim-Garn. Mit seinem Farbverlauf sieht es für mich aus die Wasser.

Was ich nicht so mag: Photos von Socken. Egal ob mit Fuß oder ohne – so richtig schön werden die nicht. Nur mit Holzfuß. Aber der ist für dieses Paar leider zu groß (deshalb sitzt die Ferse nicht da, wo sie sitzen soll).