h+h 2018

[Werbung] Letztes Wochenende war wieder mal Basketball angesagt. Auf dem Parkett der Sohn; auf der Bank seine Eltern. Und wieder mal ging es um viel: nachdem die Jungs vor zwei Wochen Berliner Meister ihres Jahrgangs geworden sind (Tschakka!), spielten sie jetzt um die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften. Und das, wo in Köln die h+h stattfand – die Messe für Handarbeit und Hobby …

Lange habe ich nicht so gehadert – Basketball oder Wolle. Der Sohn oder ich. Mutter des Monats oder Wolle pur. Letztlich habe ich dann doch einen Flug nach Köln gebucht. Samstag morgen zu nachtschlafener Zeit hin, spät nachts zurück und Sonntag in die Halle nach Fürstenwalde. Yeah!

Meine Highlights?

Highlight N°1: Wie so oft – das Vernetzen im richtigen Leben! Pia, Sabine, Kathi, Sophia, Rebekka, Kiki und alle anderen, die ich gesehen, umarmt und gesprochen habe. An Messeständen, in Terminen und beim Bloggertreffen der Initiative Handarbeit. Überhaupt: das Bloggertreffen. Was für eine wunderbare Aktion, den Bloggern auch in diesem Jahr ein Forum zu bieten, an dem sie sich kennenlernen, wiedersehen und austauschen konnten. Und – ja – gestrickt haben wir auch. Auch wenn die Mehrheit der Anwesenden aus Nähenden zu bestehen schien. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, noch viele Kreative kennenzulernen.

Initiative Handarbeit – sagt Euch das eigentlich was? Ich glaube, dazu werde ich demnächst auch noch mal mehr schreiben.

Highlight N°2: Termine bei Schachenmayr und LanaGrossa mit vielen Infos zu neuen Garnen und Designs. Begeistert hat mich wieder mal … Sockenwolle!

Von Schachenmayr gibt es ab Mitte Juli eine Regia Premium-Line. Anders gewickelt als die üblichen Knäuel und (zu Recht!) mit kleiner Krone auf der Banderole. Drei Edelgarne machen diese Serie so besonders: Merino Yak hat 14% ungefärbte Yak-Fasern. In Alpaca Soft sind 15% Suri Alpaca und Silk besteht zu 20% aus Seide. Alle drei sind megaschön! Und ganz weich : )

Tatsächlich zu schade, um nur Socken draus zu stricken. Ich bin sehr gespannt auf erste Stricktests. Da blogge ich in nächster Zukunft sicherlich noch ein paar Mal drüber.

LanaGrossa bringt im Juni Sockenwolle mit Glitzer auf den Markt. Der Glitzerfaden ist dabei nicht (wie früher) aus Metall, sondern aus Polyester und deshalb tatsächlich weich. Es wird Farbverlaufsgarne (Ringel) geben und einfarbige Sockenwolle. Letztere finde ich total klasse! Ganz schlicht und dann – wegen des Glitzers – doch nicht.

Auch damit möchte (und werde!) ich unbedingt stricken.

Highlight N°3: Die vielen Messestände – totale Inspiration, Kopfkino pur! Nur gut, dass man auf der h+h nichts kaufen kann, sondern nur gucken. Ich wäre sonst arm geworden!

Sieht so aus, als gäbe es in der Herbst/Winter-Saison nichts, was es nicht gibt: Alle Fasern, alle Stärken, alle Materialien, alle Farben. Warum es mir ausgerechnet die (Polyester-)Jacke von Katia angetan hat? Keine Ahnung. Aber noch geht sie mir nicht aus dem Kopf. Wie ein Mäusefell sieht sie aus.

Ich habe so viel gesehen, gelernt, gefühlt – es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis das alles aus mir raus kommt. Noch kann ich nicht mal richtig drüber schreiben. (Merkt man gar nicht, ich weiß …). Da kommt also noch was.

Und sollte die eine oder der andere sich jetzt fragen was das Highlight für den Sohn war: Platz 2! Und damit tatsächlich die Qualifikation für die Norddeutschen Meisterschaften im April! Geht doch 😉. Er sagt, es lag (auch) am Einhorn-Bild, das ich ihm aus Köln geschickt habe. Wenns doch immer so einfach wäre …

Wolle spinnen

War es wirklich schon im Juni 2015, dass ich zum ersten Mal versucht habe Wolle zu spinnen? Zweieinhalb Jahre?! Es kommt mir nicht so vor. Zumal ich das ja auch überhaupt nicht weiterverfolgt habe.

Bis irgendwann letzten Herbst. Da erzählte mir die Wollnerin bei einem meiner häufigen Besuche, dass in ihrem Wollatelier immermal wieder Spinnkurse stattfinden. Zu Hause habe ich dann den Mann damit aufziehen wollen, weil er es doch war, der 2015 immer wieder an dieses Spinnrad wollte (und der sich so viel geschickter anstellte als ich, aber das nur nebenbei).

Nur hat er dann (mal wieder) ganz anders reagiert als ich dachte. „Wenn Du willst machen wir so einen Kurs. Ich hätte da Spaß dran.“

Ooops …

Also habe ich gebucht. Die letzten beiden Plätze in einem Spinnkurs für Anfänger an einem Samstag im Dezember.

Und was soll ich sagen? Es war klasse! Bettina Gelbe, die Organisatorin, und Tina, ebenfalls Profi an Rad und Spindel, hatten verschiedene Spinnräder dabei, diverse Handspindeln und natürlich Wolle. Nach kurzer Unterhaltung (wer ist hier und warum) und längerer Einführung (von der Faser über das Kardieren, zum Spinnen und Verzwirnen) verteilten wir uns zu sechst an Räder und Spindeln und dann wurde geübt.

Einfach war das nicht. Um das wirklich irgendwann zu können, müßte ich deutlich mehr Zeit investieren, aber um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie aus Wolle Garn wird, war es perfekt. Dabei war ich an der Handspindel deutlich erfolgreicher als am Spinnrad. Was an den rosa Blüten und dem Glitzer der Spindel gelegen haben mag – oder aber daran, dass sich dieses Ding nicht so unablässig dreht wie ein Spinnrad.

Ich kann eigentlich jedem nur raten, das mal auszuprobieren.

Bettina bietet ihre Anfängerkurse hier in Berlin regelmäßig an, am 3. März ist der nächste. Und so professionell wie sie an jedem Gerät spinnt, so erklärt sie auch: mit einer Engelsgeduld, großartigem Humor und so viel Liebe für Wolle – die kommt ihr aus jeder Pore. Doch, das war wirklich ganz wunderbar zu erleben. Wem das als Personenbeschreibung nicht reicht, dem empfehle ich den Beitrag auf Inforadio „Die Sehnsucht nach dem Echten“ (ab ca. 11min30), da ist sie dann auch zu hören.

Im Anschluß an unseren Kurs gab es umfangreiches Material und jede/r durfte das erste Selbstgesponnene mitnehmen. Mein Strang (Ha!) liegt hier noch. Wird wahrscheinlich ein Pullover …

 

Kraft Fitness Ausdauer

Der Sohn (13) hat sich für Leistungssport entschieden. Manchmal nervt mich das (spätes Training unter der Woche, frühe Spiele am Wochenende, dieses Dauer-Gedribbel und dass immer und überall ein Ball mit hin genommen werden muss …), oft macht es mich stolz und immer bin ich beeindruckt, wie viel Willenstärke und Disziplin er aufbringt.

HäkelmonsterEtappenziel ist die Jugend-Bundesliga, Berufswunsch ein Platz in der NBA. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg – im wahrsten Sinne des Wortes. So hat er ein Laufprogramm für die Ferien, das es in sich hat.

Aber auch Kinder haben innere Schweinehunde. Die locken gerade in den Ferien mit Sofa und Elektronik … Mistviecher!

HäkelmonsterUm also den Leistungssportler zu motivieren, habe ich ihm angeboten mit ihm zu laufen. Die Aufgabe für den Tag waren 35 Minuten, in einem Tempo, bei dem man sich nicht mehr unterhalten kann. Draußen waren ungefähr 30°C.

Muss ich mehr sagen? Nach 4 Minuten war ich raus. (Vielleicht waren es auch 5 – sicher keine 35).

Kondition? Ausdauer? Negativ. Und geschämt habe ich mich obendrein. Ein „macht nichts Mami“ konnte mich nicht trösten – mir machte es nämlich was. Ich war nie besonders sportlich, aber auch nie so unsportlich wie jetzt. Es mag da einen kausalen Zusammenhang geben zwischen Strickzeit auf dem Sofa und abnehmender Kondition …

Ich will das ändern!

Mittwoch war ich deshalb zum Probetraining im Fitneßcenter (2 Min vor meiner Haustür – warum war ich da nicht längst?!). Und es sieht so aus, als könnte das was für mich sein.

Macht es Euch was aus mich ab und an danach zu fragen oder mir zu erzählen, wie Ihr Euch fit haltet? Das würde mir ganz sicher helfen, wenn mein innerer Schweinehund wieder mit Wolle winkt …

HäkelmonsterDamit der Post nicht bilderlos bleibt, habe ich Frankreich-Ferien-Bilder dazwischen geklebt. Passt zwar nicht richtig, aber macht ja nichts. Ein Ball ist drauf, ein Skateboard und ein hüpfendes Kind. Das gilt.

New Zealand rocks (pun intended)

It must have been 2013, when The Green Dragonfly and I started following each other. (WordPress might know the exact date, but I am too lazy to look it up). Every now and then, Janette would comment on my blog and I would comment on hers – nothing special – that’s what followers do, right?

However, it is different.

Chances are, Janette and I will never meet, as she and her family live literally at the other end of the world from where we are. To fly from her city to mine would take a day. At least. It would mean four different airports and planes. Again: at least. They are getting ready for winter, we await summer. They are in New Zealand, we are in Berlin.

google maps 2017-04-24 um 19.04.37Still, over the years, I came to know her (some) through her beautiful blog and photos, her comments and likes. And every now and then, she and her children (a bit younger than my son) would do stuff we used to do a few years back. Weird. Like playing with crocheted owls. Like wrapping up in granny square blankets.

Like painting rocks.

This is when my son said, „Maybe we can …“ – and yes, we can! So we initiated a rock swap. (Probably the first ever. I don’t think that existed before). Julius chose the rocks and wrote a letter. In English. Just like that. (I’d love to have the confidence of a 12yr old at times). My job was to pack und send our parcel. Simple? Yes. And Exciting!

The Green Dragonfly Häkelmonster painted rocksToday, eight little painted rocks arrived by mail. They came all the way from NZ. It took them less than two weeks. A chocolate kiwi bird kept them company. And we were thrilled!

The Green Dragonfly Häkelmonster painted rocksThank you so much!

My favorite stone is the red heart on turquoise. Well, and the purple smile. Julius immediately fell for the strawberry followed by the purple rock with all these dots and of course the soccer ball (no surprise here) on yellow or … probably all of them!

Of course, the travelling rocks were subject to close scrutiny: Maia and Carter chose bigger rocks than the ones we sent. They use different paint and they do not color the bottom side. And – the most difficult part (at least for us) – we are well aware of the fact that they hide their rocks, those pieces of art, in parks around the city for others to find …

So, I guess, we have to set them free at some point.

We decided that each of us may keep one (heart = me & strawberry = him), another one will go to our lovely neighbor as she has a collection of stones (probably the purple smile, unless she preferes another). The remaining five will be released, so that strangers (scary!) will find them in Berlin.

Not now. In summer.

For now, we’ll wait for our parcel to arrive in NZ. It should arrive any day from now.

Heaven & Space

The Carolinas were heaven and space. Heaven to be with my two friends and their daughters (no husbands, no sons). So many daughters, a total of five, beautiful, bright, loveable young women. We would spend hours on the porch of our airbnb house, talking, laughing, knitting (me).

And then there was space. Probably not the (aero)space Martina Behm had in mind when designing the shawlette. More of a letting-your-mind-wander-space when looking over the ocean in Charleston, when driving all the way up to Mount Airy, when being with a friend not talking at all (but communicating nonetheless).

One week in North and South Carolina was just as wonderful as I was hoping it would be. We stayed on a boat in Charleston, discovered the city by bicycle, had drinks at a roof-top bar, admired each and every crape myrtle’s pink beauty and every Charleston Single House. We enjoyed local food, were introduced to the Andy Griffith show and everything (everything!) that comes with it, did some shopping and slept in every morning.

Of course I visited the bead shop Beads on Cannon as suggested (thank you!!) and was deeply impressed by the very friendly and knowledgeable ladies who work there and their huge selection of beads.

Just one small downer: we did not manage to find the yarn store What’s Needlin‘ Ewe in Mount Airy, supposedly „America’s friendliest yarn store.“ (That’s what it says on their homepage). So, when back in Berlin, I sent them an email and (much later) a reminder – both are unanswered to this day. That is to say: no souvenir yarn …

However: I knitted (and almost finished) Heaven & Space within that week – thanks to lots of time and long plane rides … Upon landing in Berlin it was a shawlette with 16 pattern repeats (as suggested by designer) but I wanted it to be an actual shawl. Now it has 25 pattern repeats – enough width to wrap it twice around me. So lovely.

I love the pattern – knitting was fun. Still, I might choose a different yarn when knitting it again. Semisolid and sparkle and the geometric pattern are a bit too much (at least for my taste).

A quick question: I am not quite sure whether I prefer it blocked or unblocked. Do I bathe it again? There is still some time left before giving it to my wonderful travel companion for her birthday. Ideally, she will remember the week we had full of women, warmth and wedding preparations every time she wears it.