Mir war, als hätte ich schon erzählt, dass der Rudelstricken-Pullover für den Sohn (längst) fertig ist. Aber wenn ich mir meinen Blog so ansehe, stimmt das nicht ?.
Und alles ist gut: ich konnte das Garn – Goergia von LangYarns – nachkaufen, die Anleitung hat wunderbar funktioniert und der Pullover passt.
Der Sohn ist glücklich und ich bin es auch. Deshalb gibts heute auch mal mehr Bilder als sonst ?.
Hätte ich nicht so unfassbar viel auf den Nadeln zur Zeit (2 eigene Projekte, 2 x #geheimgeheim für Marisa und nicht zuletzt Sophias Babyhose), würde ich sofort ein neues, irgendwie mehrfarbiges Projekt anfangen. Und sei es nur, um weiter Teil des Rudels zu sein. Es hat mir so viel Spaß gemacht mit Euch – danke!
Manchmal sehe ich ein Bild, eine Idee, eine Anleitung – so logisch, so gut – dass es mich umhaut. Und dann frage ich mich, warum ich da nicht drauf gekommen bin. So geht es mir mit Sophias Babyhose.
Diese fröhlichen Ringel aus Sockenwolle sind zwar Beinkleider, aber keine Strümpfe. Sie sind ohne Ferse, aber dafür mit Po. Sophia hat sich – nah am Original – Wicklung und Idee eines Pairfect-Knäuels zunutze gemacht und dabei doch etwas komplett anderes entworfen: Identische Ringel für Babybeine dank gelbem Faden (der zum Schluß wirklich das Einzige ist, was vom Knäuel übrigbleibt). Pippi Langstrumpf für kleine Kinder.
Es ist – zugegeben – eine Weile her, dass ich einen Windelpo in eine Strickhose gepackt habe (mit 12 verweigert der Sohn das eine ebenso wie das andere und auch anziehen soll ich ihn nicht mehr ?), aber ich sehe einer Babyhose immer noch an, ob sie passt oder nicht. Schickstes Design ist für die Tonne, wenn die Proportionen nicht stimmen, wenn die Windel nicht mit einkalkuliert ist, wenn das alles nicht sitzt.
Diese Hose ist pairfect. Einfach so.
Und genau das eben doch nicht. Design ist nie „einfach so.“ Die Idee zur Hose hat Sophia vor sieben Wochen auf Instagram gezeigt.
Die erste Hose, den Prototyp, gabs dann vor 5 Wochen in ihrem Blog.
Bild: Sophia
Seit gestern sind Anleitung und Garn als Kit im stichfest-Shop verfügbar.
Fast zwei Monate also von der Idee bis zum fertigen Produkt. Dazwischen geribbelte Reihen, der eine oder andere Teststrick, eine virtuelle Gradwanderung zwischen Zeigen und Verstecken, dann die finale Anprobe am Nachbarskind und schließlich das Schreiben der Anleitung (alleine das dauert – gefühlt – drölf Jahre). Uff!
Zwei Monate … Da weiß ich doch wieder, warum ich auf solche Ideen nicht komme. Mein Weg war da deutlich einfacher: ich habe die Anleitung seit gestern, 1 x YarnCamp-Pairfect lag auf Abruf und so war kurz vor Mitternacht ein Bein gestrickt. Stoppen konnte mich nur, dass ich keine brauchbare 2,5er Rundstricknadel habe. (Zum Glück! Die Nacht war auch so kurz genug). Aber irgendwann heute habe ich die und dann geht es weiter.
A propos Nadeln: als Nadelspiel-Fan stricke ich mit addis Kolibri-Nadeln. Das geht wunderbar, aber geschrieben ist die Anleitung fürs addis Sockenwunder.
Was immer Ihr nehmt: fangt an! Für Socken wird es jetzt eh zu warm – für Babyhosen noch nicht ?.
Es fing an mit einer Idee für ein Tuch. Ich wollte einen „no-brainer“, also etwas was ich überall stricken kann ohne nachdenken zu müssen – bei Basketball-Spielen, im Wartezimmer, im Bus – und hatte die Idee dazu im Kopf.
Also griff ich nach dem erstbesten Knäuel um zu testen, ob Musteridee, Zunahmen und Farbverlauf überhaupt so funktionieren, wie ich es haben wollte und siehe da: das tat es. Wenn auch nur bis zur Hälfte des Tuches.
Denn dann war das Fädchen zu Ende … ?
Mist. So kanns gehen wenn man sich „vertestet“. Nachdem ich tatsächlich nur zwei Knäuel hatte und keine nachkaufen wollte, habe ich also alles wieder aufgeribbelt, nach passenden Farben geguckt und neu angeschlagen.
Allerdings nicht das Muster, das ich eigentlich machen wollte, sondern – mal wieder – einen Baktus. Mein Zweiter nach dem Roten. Gedacht für ein einziges Knäuel, soll man (bei regelmäßigen Zunahmen) stricken bis nur noch die Hälfte des Garns da ist, um dann seitengleich abzunehmen.
Ich habe am Anfang jeder vierten Reihe zugenommen und Streifen gestrickt bis das helle Garn aufgebraucht war. Das war dann meine Mitte.
Voilà!
Ein Baktus in violett. Nach zwei Tagen war er fertig. Das ging ruck-zuck und hat richtig Spaß gemacht. Das weiche Garn, die dicke Nadel, die verschiedenen Farben. Gestern Nacht habe ich die Fäden vernäht und heute morgen Bilder gemacht.
So schnell kanns gehen.
Das fertige Tuch ist (ungewaschen, ungespannt) ca. 170 cm breit und sehr dehnbar. Da geht also noch was. Fasst sich wunderbar an – total weich – und ich bin echt fasziniert wie anders die „Grundfarbe“ auf violett und beige aussieht.
Habt ein schönes Wochenende. In Berlin soll es regnen. Perfektes Wetter also, um endlich den ZigZag-Schal fertigzustricken, das Caramida Tuch aus dem Maschenfein-Buch (bin ich da wirklich schon seit Juli 2016 dran?!?!) und dann – endlich!! – neue Projekte (#geheimgeheim) für Marisa anzuschlagen.
Ich wußte es und wahrscheinlich wußtet Ihr es auch: natürlich habe ich dem Sohn einen neuen Loop gestrickt. Genau genommen sogar zwei (man weiß ja nie …). Die trägt er nun abwechselnd und passt drauf auf. Sagt er. Wir werden sehen wie lange das gut geht.
Vorher habe ich ihn alle Facebook-Kommentare zum Thema lesen lassen („Uhh, die sind aber streng“) – das war sehr lehrreich.
Das Allerbeste am Loop-Drama: Auf der Suche nach dem Garn, mit dem ich den Vorgänger gestrickt hatte, habe ich Die Wollnerin entdeckt. Sie ist nicht nur unglaublich nett, sie hat überdies alles, was ich mir beim Wollekaufen wünsche: sie kennt sich aus, nimmt sich Zeit und ist (auch bei nur einem Knäuel) unfassbar geduldig. Außerdem ist ihr Woll-Atelier ganz wunderbar sortiert und so perfekt gelegen, dass ich jeden Donnerstag dran vorbei komme. Leider … ?
Noch halte ich mich an meinen Vorsatz auch in 2017 tatsächlich nur dann Wolle zu kaufen, wenn es gar nicht anders geht – aber „gar nicht anders geht“ wird von Donnerstag zu Donnerstag dehnbarer … Ihr Handgefärbtes ist aber auch zu schön!
Die neuen Loops sind gestrickt mit Lang Merino 120 (meine ich. Nach der Banderole muss ich noch mal gucken) und Lang Forte in der Farbe 88, bzw in Lang Forte 16 und 88. 16 ist eher rosa-türkis, 88 ist türkis und grün.
Von den bisher verlorenen vier (nicht drei) Loops ist übrigens nie mehr einer aufgetaucht. Aber wenigstens habe ich noch Bilder. Und so lange das Kind jeden Tag nach Hause kommt …
Am ersten Schultag (oder nur wenig später) fragte eine 6jährige meinen (damals) gleichaltrigen Sohn, warum seine Mutter (= ich) graue Haare hätte. „Die sind nicht grau, die sind silber!“ entgegnete der Sohn empört und danach war das nie wieder Thema.
Daran muss ich denken, wenn ich mein (längst) fertiges YarnCamp-Tuch ansehe. Vielleicht sind die Rüschen auch nicht grau, sondern silber. Aber das macht es nicht besser. Ich hadere unverändert mit ihnen. Erklären kann man das nicht.
Aber ich liebe das Garn. Merino Extrafine 285 Lace ist so weich und so schön, dass es nicht nur Spaß gemacht hat es zu verstricken, es trägt sich auch super angenehm. Schön sind auch die Farben. Ganz besonders wenn man’s wickelt.
Das fertige Tuch ist ungespannt 200 cm lang und in der Mitte 45 cm breit. Verstrickt habe ich vier Knäuel (also das Doppelte von dem, was die Anleitung vorgibt) und dann noch mal 6 Meter hellgrau, die Katha mir geschickt und das Tuch mich damit gerettet hat. Denn bei den letzten Rüschenreihen habe ich mich verschätzt, so dass mein Fädchen auf den letzten 400 Maschen zu Ende ging …? Ohne Kathas schnelle Hilfe hätte ich gut 2.500 Maschen zurückstricken müssen, da wäre das Tuch wohl ewig ein UFO geblieben. Deshalb auch hier noch mal DANKE <3
PS: Die Champagner-Flasche ist ca. 60 cm hoch, kommt ursprünglich aus einer Diskothek in Garmisch-Partenkirchen (Diskothek – so hieß das früher. Daran merkt ihr wie alt die Flasche ist) und – nein – sie steht in keinerlei Beziehung zum Tuch. Ich brauchte ein Modell, der Sohn ist in der Schule und der Stuhl war nur bedingt tauglich.