Manchmal dauert’s länger … Schon am 24. Dezember haben der Cousin und seine Frau einen kleinen Jungen bekommen – aber zu mehr als einer Gratulation hat es bisher für mich nicht gereicht. Dazu war das Frühjahr in jeder Hinsicht zu intensiv, zu chaotisch.
Vergangene Woche habe ich (endlich!) eine kleine Jacke gestrickt. Super einfach und schnell gemacht. Die Anleitung gibt es online, das Garn ist Catania Denim. Wird wahrscheinlich leiern, macht aber nichts. Dann passt sie länger.
Jetzt fehlen nur noch die Knöpfe, spannen und in Form ziehen wollte ich sie auch noch bißchen und dann gehen wir den kleinen Christian besuchen.
Die gleiche Jacke habe ich übrigens letztes Jahr aus Regia-Sockenwolle für die kleine Patentochter gestrickt. Ein Dauerbrenner! Ich freue mich immer wenn ich sie damit sehe.
Jessica is dead. I keep saying that to myself to make it sound more real. However, it does not.
Jessica is dead. She passed away last week after living with cancer for almost three years. It wore down her body, it exhausted her strength, until it finally took her life. However, cancer was unable to break her spirit.
In spite of everything – chemo, radiation, the ravages of cancer – she made sure no one knew. She would maintain her blog, encourage people to knit and crochet, putting out ideas and creativity in a seemingly endless flow.
Back in 2014, she had her hair cut before it fell out – sporting the coolest headwear ever afterwards. She just kept going with a zest for life, with adventurousness burning brightly inside of her.
She maintained a positive outlook no matter what happened. The first CAL we had would run parallel to her first chemo. Both would structure everyday life: Chemo on Wednesday, the rainbow blanket on Friday. So unreal to remember now. Cancer may have prevented her from doing everything she wanted to do but that first chemo was as successful as our blanket.
me, her
We did a beach bag together, I got to proof read her first book. There were several tutorials for wrist warmers, patterns I wrote for cushions, baby stuff, and crochet flowers. A kangaroo with baby. For a year I would publish at least 15 book reviews on her blog.
We would laugh together, create stuff, and argue a lot. Our verbal fights were tough but somehow unavoidable. There was probably too much of an alpha female in both of us to actually cooperate. We would stop and start over. Stop and start over.
There aren’t many knitting bloggers in Berlin – at least not many I know of and that I am in contact with. When searching the net in June 2015 with the (German) keywords stricken (knitting), berlin, and bloggen (blogging) here is what I found:
Jessica with schoenstricken, Marisa with maschenfein, me and the monster. Something made me keep that screenshot until today.
Blogging has brought us together. Modern times had us become social media friends. We would cooperate, help each other, compare notes, share patterns, experiences, frustration.
Jessica cared for a huge blog. She may have touched more people than most of us ever will. I dare say no one entered her DIY world without being inspired by her.
„I miss you“ she wrote in a whatsapp message the other day. Same here.
Jessica, mother of a first grader, knitter, blogger, Berliner – I miss you too.
Schon für meine Schwestern und mich hat meine Mutter Babyschuhe nach der Anleitung ihrer Großmutter gestrickt. Mittlerweile sind da sicher über 1.000 Paar hinzugekommen.
Leider hat sie erst vor ungefähr 25 Jahren angefangen in kleinen Büchern zu vermerken welches Kind wann welche Schuhe bekommen hat. Und doch ist das eine ziemlich beindruckende Liste. Mit Babys, die Schuhe bekamen und heute selbst Eltern sind von Babys, die solche Schuhe tragen. So wie meine Schwestern und ich.
Meine Mutter sagt, der Trick sind die Schnürsenkel. Damit halten sie einfach unschlagbar gut.
Die Anleitung dazu gab es auch mal schriftlich – daran erinnere ich mich. Zauberschrift! Sütterlin und Stenographie-Kürzel. Außer ihr konnte das niemand lesen.
Mittlerweile ist es meine Aufgabe die fertigen Schuhe zusammenzunähen und (oft auch) die Schnürsenkel zu knüpfen. Das mochte ich als Kind schon nicht, aber manches bleibt eben hängen …
Am Wochenende hat sie mir zwei Paar mitgegeben. Gestern habe ich sie genäht und nun liegen sie hier. Also dachte ich, mache ich Bilder davon. Morgen schicke ich sie ihr zurück und dann kommen sie auf kleine Holzfüße (ähnlich wie ein Schuster sie hat), so werden sie gespannt und in Form gebracht.
Ich sollte sie echt mal fragen wie man diese Schuhe strickt, oder?
Das Tuch für Marisa wächst und wird gut. Dank Rowan Creative Focus, addi-Nadeln und dem Besuch meiner Freundin aus Fulda, mit der ich von Freitag Abend bis Samstag Nacht gefühlt durchgängig auf dem Sofa gesessen und gestrickt habe. Unterbrochen eigentlich nur dadurch, dass sie uns (der Welt besten!) Käsekuchen gebacken und Abendessen gekocht hat.
Luxus pur! Nicht nur für die Hände – auch für Seele und Magen :o)
Schon lange besitze ich das addiClick-Basic-Set und neuerdings auch zwei addiClick Olivenholz-Nadeln in Stärke 4. So genial, wenn man die Spitzen einfach tauschen kann! So perfekt, dass ich genau die Spitzen habe, die zu meiner „Strick-Handschrift“ passen.
Die rechten Reihen stricke ich mit der Olivenholz-Nadel in 4, die linken Rückreihen mit der Basic-Spitze in 3,5 und das Ergebnis ist so, wie ich es möchte: die Fadenspannung stimmt.
Ich kann das Ergebnis zwar (noch) nicht in Gänze zeigen, weil das Tuch fürs Buch ist, aber Bilder gibt es trotzdem.
So muss es sein Dünen zu stricken: hell, hell, hell – irgendwie hügelig wenn es da so liegt – und ziemlich warm auf den Beinen. Könnte auch die Wüste sein. Wüste im Frühling vielleicht.
Ab und an ein bißchen rosa oder hellblau oder grau im schönen Faden, eine (gewollte) kleine Unregelmäßigkeit, eine andere Stärke – so als wollte Rowan mich unterhalten – und dann wieder viele Reihen hell.
Das warme Holz der einen Nadel, das kühle Metall der anderen. Die runde Spitze, dann die deutlich spitzere … irgendwie alles meditativ. Reihe … um Reihe … um Reihe.
Wenn nichts dazwischen kommt, wird das Tuch heute Abend fertig. Macht mich fast ein bißchen traurig.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die mich begeistern.
So wie die Nadel-Garagen, die Maria neulich beim DaWanda Stricktreff dabei hatte. Schon der Name ist so wunderbar! Selten habe ich etwas so dringend auch haben wollen. Zumal Nadel-Garagen wie gemacht sind fürs Socken stricken …
Gesagt – getan! Vier habe ich mir bestellt und heute waren sie da! Schmale Stoffstreifen mit Gummizug in der Mitte. Zu ärgerlich dass ich ausgerechnet jetzt keine Socken auf den Nadeln habe, um zeigen zu können, wie wunderbar jede Garage die ihr anvertrauten Maschen schützt. Aber ich denke mal, es geht auch ohne.
Man nimmt also die Garage und ein Nadelspiel …
schiebt das Spiel mit einer Seite in die kleine Tasche
zieht das Gummi stramm, die Garage wird lang und dadurch ist Platz genug, um die andere Seite der Nadeln in die kleine gepolsterte Tasche auf der anderen Seite zu stecken.
Dann zieht das Gummi die Tasche wieder zusammen, sie sitzt also stramm, die Nadeln sind geschützt und keine noch so vorwitzige Masche kann unterwegs verloren gehen.
Und diese schönen Stoffe … Ja, ich schwärme. Aussuchen durfte ich! Nicht nur die Stoffe, sondern auch die Länge meiner Garagen (für 20cm lange oder 15cm lange Nadeln). Das war echt nicht einfach bei so vielen Farben und Möglichkeiten und ich fürchte, ich habe die Nerven von Gaby, die bei DaWanda Kaepseles heißt, auch ein wenig strapaziert, weil ich mich einfach nicht entscheiden konnte (ooops …).
Nun liegen sie hier mit vier verschiedenen Nadelspielen (bis Stärke 4,5 passt übrigens problemlos) und müßte ich nicht den Sohn zum Basketball bringen würde ich sofort das nächste Paar Socken anfangen …